Die Teilzeitbeschäftigung bekommt der jungen Mannschaft des TV Beyeröhde nicht gut. Bei der 20:24-Niederlage gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch war dem Team von TVB-Trainer Martin Schwarzwald die zweiwöchige Zwangspause anzusehen. Während bei den Gästen die Rädchen beim Umschalten von Abwehr auf Angriff wesentlich besser ineinandergriffen, war bei den Wuppertalerinnen zu beobachten, dass der Rhythmus noch nicht stimmt.

Die Prognose von Schwarzwald, dass die Mannschaft siegreich sein würde, die über 60 Minuten die diszipliniertere Angriffsleistung bringt, bewahrheitete sich. Leider musste der Coach nach Abpfiff zugeben, dass seine Damen davon gerade in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte nichts auf die Platte gebracht hatten, was er ihnen als Coach mit auf dem Weg gegeben hatte.
Dabei verlief das Spiel bis zum 6:6 (18.) noch recht ausgeglichen. Durch ihre ordentliche Abwehrarbeit und eine gewohnt gute Torhüterleistung von Dana Centini konnten Mandy Reinarz und Co. die Gäste zu Fehlern zwingen und den Ball erobern. Immer wieder brachten die Beyeröhder Handballgirls ihre Außen in Position. So konnten diese die ersten fünf Treffer für sich verbuchen. Ausgerechnet bei einer Überzahlsituation nach dem 6:6 verpassten es die Langerfelderinnen, Druck auf die Gäste aufzubauen. Allerdings lag die schlechte Quote der letzten Minuten nicht nur an der starken Bären-Torhüterin Sabine Stockhorst, die sich später noch einmal steigern sollte. Vielmehr waren es sieben Ballverluste, die die Gäste gnadenlos ausnutzten, um bis zur Pause auf 12:7 wegzuziehen. Nach Wiederbeginn sahen die 200 Zuschauer zunächst ein ähnliches Bild. Beim 14:21 musste man sich Sorgen machen, dass es am Ende nicht zweistellig wird. Doch eine Auszeit und ein 4:0-Lauf zum 18:21 (55.) ließen sogar noch einmal die Hoffnung aufkeimen – allerdings nur kurz.

Erdinc Özcan-schulz (Westdeutsche Zeitung)