Spielberichte

Nach dem 29:34 (12:16) flossen reichlich Tränen in der Buschenburg. Freudentränen beim BSV Sachsen Zwickau, der sich mit diesem kaum erwarteten Sieg vor dem Abstieg gerettet hatte, und beim, was seine Wurfausbeute anging, abermals enttäuschenden TV Beyeröhde, weil nach den 60 Spielminuten für viele die Stunde des Abschieds aus der familiären Atmosphäre in Langerfeld schlug.

Der TV Beyeröhde scheint die Saison so zu beenden, wie er sie begonnen hat: 2:8 Punkte stehen aus den letzten fünf  Begegnungen zu Buche, und gestern  Nachmittag gab es im vorletzten Saisonspiel beim schon abgestiegenen Schlusslicht TuS Lintfort ein ärgerliches 28:29 (15:17), das den TVB auf den fünften Platz zurück fallen lässt.

Der Negativtrend aus dem launischen April ist gestoppt; der TV Beyeröhde gewann am Samstagabend in einem bis zur Schlusssirene spannenden Spiel bei der FSG Mainz 05/ Budenheim 24:23 (12:13) und hat sich am drittletzten Spieltag  jetzt wieder auf den vierten  Platz der 2. Frauenbundesliga vorgekämpft. Und zwar aufgrund des besseren Torverhältnisses  gegenüber dem punktgleichen HC Rödertal. Der TVB hat nämlich als einziges Team der Liga schon mehr als 800 Treffer erzielt, obwohl es auch in Mainz wieder einige ausgelassene Chancen zu registrieren gab.

Erneut, und zwar zum dritten Mal in Folge, kassierte der TV Beyeröhde eine Niederlage und ist jetzt auf den sechsten Platz in der zweiten Frauen-Bundesliga abgerutscht. Gegen den Tabellenzweiten SGH Rosengarten-Buchholz gab es gestern Nachmittag in der Buschenburg ein 25:28 (15:15), wobei man den Langerfelderinnen allerdings eine erhebliche Leistungssteigerung, gegenüber der Vorwoche bescheinigen muss.

Als das Spiel in der Halle Neurott in Ketsch mit dem für den TV Beyeröhde negativen Ergebnis von 25:29 (12:14) abgepfiffen wurde, da hatte man auf der Seite des TVB eine noch herbere Pleite gegen die Kurpfalz-Bären noch gerade mal abgewendet. In der 43. Minute hatte es nämlich noch 25:15 für die Gastgeberinnen geheißen, und der bisherige Tabellendritte schien der dicksten Schlappe der Saison entgegen zu steuern. 

Mit 22:28 unterliegt der TVB am Ende recht deutlich beim Abstiegskandidaten SG H2Ku Herrenberg. Eine Niederlage die sich erst in den letzten zehn Minuten der Partie manifestierte, denn zuvor lagen die Handballgirls in einer ausgeglichenen Partie zumeist knapp in Führung. Die Gastgeberinnen spielten, wie man es von einem Team in Abstiegsnot erwarten durfte, von Beginn an beherzt und kamen vor allem über beide Rückraumpositionen zu einfachen Torerfolgen in den Anfangsminuten.

Als die Schlusssirene in der Bremer Klaus-Dieter-Fischer-Halle ertönte, da fiel nicht nur Beyeröhdes Trainerin Sabine Nückel ein Stein vom Herzen. 29:29 (17:16 zur Pause für Bremen) hieß es am Ende, nachdem man wenige Augenblicke vorher noch mit zwei Treffern zurück gelegen hatte und der Außenseiter Werder Bremen wie der mögliche Sieger aussah.

Ein Drama mit Happy-End für den TV Beyeröhde hatte sich am Samstagabend in der Buschenburg abgespielt, als der TVB den DJK/MJC Trier mit 34:33 (20:14) besiegt, aber zwei Minuten vor Schluss noch mit 32:33 zurück gelegen hatte. Zwei berechtigte Zeitstrafen gegen die Gäste in der 58. Spielminute und zwei Treffer von Lina Klinnert und der überragenden Ramona Ruthenbeck waren es, die dafür sorgten, dass beide Punkte in Wuppertal blieben und der TV Beyeröhde nach wie vor Dritter der 2. Bundesliga ist.

Nach dem Abpfiff war man sich beim TV Beyeröhde einig: Es war mit 24:30 (11:15) eine verdiente Niederlage beim Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach. Zumal vor einer Kulisse von 800 Zuschauern und gegen einen Gegner, der in internationaler Besetzung den Aufstieg in die Bundesliga vor Augen hat und dem mit dem Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten ein weiteres großes Stück näher gekommen ist.