Besser als die Beyeröhder Handballgirls kann man den Zeitpunkt für den ersten Auswärtssieg der Rückrunde wohl kaum abstimmen. Mit dem 36:23 (16:11) bei der HSG Hannover-Badenstedt machten die Damen des 2.-Bundesligisten TV Beyeröhde ihrem Trainer Martin Schwarzwald Stunden vor seinem 32. Geburtstag wohl das schönste Geschenk, das der handballverrückte Coach sich hätte wünschen können.

Dabei wirkten die Spielabläufe beim TVB nicht immer so harmonisch, wie in der vergangenen Woche gegen Tabellenführer Buchholz, was aber auch ein ganz hoher Maßstab sein dürfte. Diesmal wechselten die guten Momente bei den Wuppertalerinnen mit schwächeren Phasen.

War es in der ersten Viertelstunde Pia Adams, die dem Beyeröhder Motor mit den ersten vier Treffern ihres Teams überhaupt den Kickstart gab, zeigten sich auch Melina Fabisch, Mandy Reinarz und Ramona Ruthenbeck in guter Verfassung. Torhüterin Dana Centini und Michelle Stefes waren wieder über 60 Minuten die konstantesten Akteurinnen der Langerfelderinnen.

Allerdings erleichterte dem TVB der Ausfall von Hannovers Mieke Düvel die Aufgabe ungemein. Ohne die Leistungsträgerin waren die Gastgeberinnen deutlich geschwächt. „Mit ihr hätten sie sicherlich mehr Gegenwehr leisten können“, sagte Schwarzwald, der seine Mannschaft dafür lobte, auch nach der klaren Führung von 29:20 (51.) versucht zu haben, das Ergebnis weiter auszubauen. So konnte es sich der Übungsleiter sogar leisten, die angeschlagen mitgefahrenen Jenny Weste und Luisa Knippert zu schonen. Auf der Rückfahrt bekam der Chefcoach von seinem Team noch ein Ständchen gesungen und durfte sich über ein kleines Geschenk freuen – zusätzlich zu den zwei Punkten.

Erdinc Özcan-Schulz (Westdeutsche Zeitung)