Aus meiner Sicht ist die Niederlage zu hoch ausgefallen“, sagte Beyeröhdes Trainer Martin Schwarzwald nach dem 20:27 (12:17) seiner Zweitliga-Handballerinnen bei den Kurpfalz Bären in Ketsch. Tatsächlich hätten die Handballgirls nach ihrem „Bärentanz“ ein knapperes Ergebnis gegen den neuen Tabellendritten (er überholte den TVB in der Tabelle) verdient gehabt.

Gerade weil sie sich nach einem ernüchternden Fünf-Tore-Rückstand nicht aufgaben, sondern weiter kämpften. Bis acht Minuten vor dem Ende durften Mandy Reinarz und ihre Mitspielerinnen darauf hoffen, gegen die heimstarken Gastgeberinnen vielleicht doch noch etwas Zählbares holen zu können. Doch auf weniger als auf vier Tore (19:23) kamen sie nicht heran.

Vielleicht wäre für die Gäste mehr drin gewesen, wenn sie zu Beginn (wie auch später), nicht so oft an der Top-Torhüterin Sabine Stockhausen gescheitert wären. Dabei schien die Rechnung von Schwarzwald, im Angriff erstmals mit sieben Feldspielern zu agieren, zunächst aufzugehen. „Wenn wir schon nicht der Favorit sind, wollten wir wenigstens etwas ausprobieren“, erklärte der Coach seine Taktik, die sonst so effektive 3:2:1-Deckung der Bärinnen zu überlisten. „Das ist uns aber nur bedingt gelungen. Wir haben vorne nicht mehr getroffen und unsere Wechsel und Sortierung haben nicht so geklappt, wie wir uns das erhofft hatten“, gestand der TVB-Übungsleiter nachher ein. So musste er mit ansehen, wie die Gegnerinnen vier, fünf Bälle ins leere TVB-Tor warfen. Das resultierte meist daraus. das seine Damen zuvor an Stockhausen gescheitert waren. Auch die beiden Rückraumschützinnen Pia Adams und Melina Fabisch blieben mit zusammen vier Treffern weit hinter ihrer sonstigen Quote zurück. Eine Ausnahme bildete lediglich Ramona Ruthenbeck mit neun Toren, davon allerdings fünf per Strafwurf.

Auszeichnen konnten sich auch die beiden Torhüterinnen Dana Centini und Jennifer Weste, und so trat man trotz der Pleite gegen den starken Gegner erhobenen Hauptes die Heimreise an.

 

Erdinc Özcan-Schulz (Westdeutsche Zeitung)