Zu Hause ist es doch am schönsten. Vor allem wenn man gewinnt. Im ersten Heimspiel nach genau vier Wochen dominierte der TV Beyeröhde beim 31:26 (16:10)-Erfolg die Gäste-Mannschaft des FSG Waiblingen-Korb. Damit gingen die Wuppertalerinnen im fünften Zweitliga-Heimspiel hintereinander zum fünften Mal als Sieger von der Platte.

Gerade nach den zwei Auswärtsniederlagen war der Mannschaft von Martin Schwarzwald die Freude über den doppelten Punktgewinn anzumerken. „Wir haben nach den jüngsten Partien, bei denen wir einen schweren Stand hatten, einen sehr guten und ansehnlichen Handball gesehen“, analysierte Schwarzwald mit vollster Zufriedenheit.

Hausherrinnen gehen ausgeruht und konzentriert zur Sache. Von Beginn an gingen die Beyeröhder Handballgirls engagiert zur Sache. Der Plan von Schwarzwald, mit Hilfe vom CrossFit-Team, Partner des TVB in Sachen Athletik, bei den Trainingseinheiten auf regenerative Einheiten zu setzen, sollte sich als richtig erweisen. Die Gastgeberinnen waren gleich auf der Höhe. Anna-Lena Tomlik gab der Deckung auf der hinten Mitte-Position die nötige Sicherheit. Vorne führte Mandy Reinarz routiniert und zuverlässig Regie. Lediglich bis zum 3:3 (7.) hielten die Süddeutschen das Spiel offen. Danach setzte Beyeröhde seinen Matchplan immer besser durch. Nach dem Wiederanpfiff ließen sich die Wuppertalerinnen zunächst nicht von ihrer Linie abbringen und zogen bis auf 27:18 (49.) davon.

Nicht wenige der über 200 Zuschauer in der Halle Buschenburg hofften auf einen ähnlichen Kantersieg wie zuletzt. Die Wechselspiele von Martin Schwarzwald, der allen seinen Spielerinnen Einsatzzeiten geben wollte, und die nicht immer schlüssig wirkenden Deckungsvarianten brachten einen leichten Bruch in die Partie. Bei der Analyse stellte sich der Coach vor seine Mittelfrau Ramona Ruthenbeck. Diese war zwar mit acht Treffern beste Werferin des TVB, hatte aber gerade zum Schluss einige unglückliche Situationen, mit denen sie den „Tigers“ ermöglichte, noch Ergebniskosmetik zu betreiben. „Rambo knickte am Dienstag beim Training um und konnte danach die ganze Woche nicht mehr trainieren“, entschuldigte der Chefcoach.

Mit dem Sieg konnte der TVB die Gäste auf Abstand halten und selbst den fünften Tabellenplatz behaupten. Nun hofft Martin Schwarzwald darauf, dass er, wie in der vergangenen Woche erstmals seit Dezember, weiter mit seiner kompletten Mannschaft trainieren kann. „Durch Kranke und Verletzte war es uns die gesamte Zeit nicht möglich, im Training 6:6 zu spielen“, sagte der A-Lizenzanwärter. Allerdings hat sein Team das durch den Kampfgeist alles in allem gut wettgemacht. In den kommenden Wochen sollte sich die spielerische Komponente nun wieder bemerkbar machen.

Erdinc Özcan-Schulz (Westdeutsche Zeitung)

Anna-Lena Tomlik – zentrale Deckungsspielerin des TVB – wird hier selbst hart attackiert. Sie gehörte zu den besten Wuppertalerinnen.

 Anna-Lena Tomlik war eine der Stärksten im TVB-Dress