Die Beyeröhder Handballgirls bleiben nach der 25:26 (15:15)-Niederlage beim SV Werder Bremen in der Ferne glücklos. TVB-Trainer Martin Schwarzwald und sein Team warten somit weiter auf die ersten Auswärtspunkte des Jahres 2018 und verpassten den Sprung auf Platz drei der 2. Bundesliga.

Obwohl Schwarzwald seine Spielerinnen noch mahnend an das Hinspiel erinnert hatte – seinerzeit lagen sie nach 15 Minuten mit 2:12 hinten und gewannen erst durch eine fulminanten Aufholjagd - fanden diese nicht in die Partie. Vor allem die Abwehrformation wies immer wieder Lücken auf, die Bremens Angreiferinnen um Merle Heidergott in den ersten 30 Minuten fast nach Belieben nutzten. Der 15:15-Halbzeitstand ließ die mitgereisten TVB-Fans dennoch hoffnungsvoll auf den zweiten Durchgang blicken. Schließlich wussten sie ja um die Qualität ihres Teams, die trotz der fehlenden Alternativen auf der Bank eigentlich ausreichen sollten, um Bremen zu besiegen. Luisa Knippert, eine der verletzten Spielerinnen, hatte sich zwar zum warmlaufen umgezogen, musste aber doch passen.

Martin Schwarzwald stellte auf eine 6:0-Deckung um, die zumindest die einfachen Gegentreffer verhinderte. Allerdings vergaben die Gäste nun selbst im Angriff sich die bietenden Chancen. Dennoch konnten sich Pia Adams, mit neun Treffern beste Wuppertalerin, und ihre Nebenspielerinnen auch dank einiger Paraden von Torhüterin Dana Centini einen 24:21-Vorsprung herauswerfen. Diesen schienen sie auch gut verwalten zu können. Doch die mangelhafte Verwertung der eigenen Möglichkeiten sollte sich noch rächen. Das Tor zum 25:22 (49.) durch Mandy Reinarz blieb der letzte Beyeröhder Treffer. Bremen löste zwar auch keine Torlawine mehr aus, doch gelang dem SV Werder fünf Minuten vor dem Ende der Ausgleich. Und 90 Sekunden vor dem Ende brachte Merle Heidergott den entscheidenden Treffer im TVB-Tor unter. Einzig positiv aus Sicht von Schwarzwald war, dass Natalie Adeberg nach langer Verletzungspause fünf Minuten vor der Halbzeit in die Partie kam und bis zum Schluss durchspielten konnte. Mit vier Treffern feierte sie einen passablen Wiedereinstand.

 

Erdinc Özcan-Schulz (Westdeutsche Zeitung)