Spielberichte

Der TV Beyeröhde ist derzeit nicht aufzuhalten. Auch bei der TG Nürtingen setzten die Schützlinge von Trainerin Sabine Nückel ihre zuletzt lupenreine Auswärtsserie fort und gewannen deutlich mit 28:23 (15:13). Ein Sieg, der ihnen zumindest am Samstag den dritten Platz in der zweiten Bundesliga bescherte und einmal mehr das Ergebnis vorzüglicher Abwehrarbeit in der Schlussphase war.

27:20 (13:13) gegen den Tabellenzweiten HC Rödertal. Zahlen, die dokumentieren, dass der TV Beyeröhde in der zweiten Hälfte schon eine großartige Leistung gezeigt haben muss. Und genau so war es, und Grund genug, für das Team, nach dem Abpfiff ausgelassen im Kreis auf und ab zu hüpfen und den Erfolg unter dem Jubel der anwesenden Fans zu feiern.

Das Heimspiel gegen den Neuling Hannover-Badenstedt hatte der TV Beyeröhde mit einem Tor Unterschied verloren. Doch gestern Nachmittag nahmen die Schützlinge von Neu-Trainerin Sabine Nückel in der Badenstedter Sporthalle am Salzweg süße Rache und gewannen unangefochten 36:29 (19:15). Ein deutlicher Sieg, der nicht nur einen prominenten Platz im oberen Tabelledrittel sichert, sondern auch positive Auswirkungen auf das Torverhältnis hat.

Der TV Beyeröhde und die HSG Kleenheim lieferten sich am Samstagabendinder Buschenburg ein  temporeiches, bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel, das mit 28:28 (14:14) eine gerechte Punkteteilung hatte, mit der beide Teams leben konnten.
Wenn es für den TVB nicht zu einem Sieg reichte, dann dürfte das in erster Linie an der großartigen Kleenheimer Torhüterin Lydia Solva gelegen haben, die nicht nur aufgrund ihrer Statur ein nahezu unüberwindliches Hindernis darstellte. Drei Siebenmeter parierte die gegnerische Torfrau und brachte sichere Schützinnen wir Jennifer Jörgens, Melina Fabisch, der einsatzfreudigen Michelle Stefes  oder Natalie Adeberg mit ihren Blitzreaktionen und ihrem exzellenten Stellungsspiel schier zur Verzweiflung und war wohl in erster Linie für den Punktgewinn der Gäste verantwortlich.

Allerdings nur bei den Gästen, dem TV Beyeröhde, der im fernen Sachsen 33:21 (20:18) triumphierte und nun allen Grund zu ausgelassenem Feiern hatte.

Mit einem keineswegs unverdienten 34:35 (17:19) ging die Erfolgsserie des TV Beyeröhde nach fünf Siegen in Folge am Samstagabend in der Buschenburg zu Ende. Und zwar gegen den Aufsteiger und einzigen Westrivalen TuS Lintfort, der mit diesem kaum erwarteten Auswärtserfolg die Abstiegszone verlassen hat.

Nach dem Abpfiff richten sich alle Augen auf Sabine Nückel, die ihrerseits noch mal auf die Anzeigetafel schaute: 34:32 (18:14) stand da, was bedeutete, dass ihr Trainerinnen-Debüt beim TV Beyeröhde geglückt war. Ihr Team hatte den bisherigen Zweitliga-Fünften FSG Mainz 05/ Budenheim besiegt und war auf den sechsten Tabelleplatz vorgerückt.

Am vierten Advent gab es den vierten Sieg in Folge für den TV Beyeröhde, der überraschend klar bei der SGH Rosengarten Bucholz 29:22 (15:8) völlig ungefährdet gewann und  damit auf dem vor Wochen noch kaum denkbaren siebten Tabellenplatz in die Weihnachtspause geht. War in den drei letzten Spielen jeweils am Schluss Zittern angesagt, ehe der Erfolg feststand, so sorgten die Beyeröhderinnen schon Mitte der zweiten Halbzeit mit  einem 27:13 Vorsprung dafür, dass man, trotz der Aufholjagd der „Rosengärtnerinnen“  nicht mehr in Gefahr geriet. "„Dass unser Vorsprung zusammen geschrumpft ist, geht auf meine Kappe, denn angesichts des klaren Spielstandes wollte ich alle mal spielen lassen"“, meinte Meike Neitsch gut gelaunt nach dem Abpfiff.

Als der Abpfiff ertönte, da wussten alle, bei wem sie sich für den 26:25 (16:13) Sieg über die Kurpfalz Bären zu bedanken hatten: Beyeröhdes Torfrau Dana Centini, die gerade in der Schlussphase reihenweise schwierigste Bälle gemeistert, Gegenstöße pariert hatte und selbst an raffinierte „Tunnelversuche“ noch mit den Hacken herangekommen war. Eine umfangreiche Menschentraube hatte sich um die dunkelhaarige Nummer 96 (ihr Geburtsjahr) versammelt, um sie zu feiern. Und dass ihr auch der allwöchentlich von den Edelfans Eckie und Artur ausgelobte „Stern des Abends“ gebührte, war da gar keine Frage.