Spielberichte

Am Schluss war es beim denkbar knappen 28:27 (18:13) des TVB gegen das Schlusslicht SG H2Ku Herrenberg wie in Goethes „Erlkönig“: „"Erreicht den Hof mit Müh und Not.“"
Beim Abpfiff konnte man sich auf Beyeröhder Seite lediglich über die beiden Punkte freuen, die die Wuppertalerinnen  wieder aus der Abstiegszone gehievt hatten. Ansonsten gab es vornehmlich in der zweiten Hälfte wenig Grund zum Jubeln, und vor allem die letzten Minuten als der 28:24 Vorsprung in sich zusammenschmolz und die Gäste bei Angriffen die Torhüterin herausnahmen,  mit sieben Spieleinnen das Spiel beinahe noch drehten, strapazierten das Nervenkostüm der Fans.

Auf den Spielbeginn mussten die knapp 200 Zuschauer in der Buschenburg lange warten,  (Werder  Bremen reiste  wegen einer Vollsperrung auf der A1 eine halbe Stunde zu spät an) , mit den ersten Treffern ging es dagegen sehr flott los, denn schon nach 90 Sekunden stand es 3:3. Und das Torfestival sollte sich fortsetzen, und am Ende hieß es 41:35 (24:15) für den TV Beyeröhde, der mit diesem Sieg gern die Wende in  der bisher unbefriedigenden Saison einläuten möchte.

Auch in der Arena Trier gab es für den TV Beyeröhde nichts zu holen: mit 28:32 (12:17) unterlagen  die Langerfelderinnen und stehen jetzt nach mehr als einem Viertel der Saison auf dem 14. Tabellenplatz und sind damit weiterhin abstiegsgefährdet. Ein Abschneiden, das sich selbst die nicht zu übermäßigem Optimismus neigende Trainerin Meike Neitsch nicht hätte träumen lassen.

Von Erdinc Özcan-Schulz

Wie erwartet war die dritte Runde des DHB-Pokals der Frauen gegen FRISCH AUF Göppingen für den Handballzweitligisten TV Beyeröhde Endstation. Doch die positive Stimmung den TVB-Trainerin Meike Neitsch vor dem Spiel verbreitete, hatte auch nach der 25:32 (14:11)-Niederlage gegen den Tabellenvierten der Bundesliga bestand.

Bedauerlicherweise –aus Beyeröhder Sicht –dauert ein Handballspiel 60 und nicht 50 Minuten. Sonst wäre der TVB gegen den bisher verlustpunktfreien Spitzenreiter HSG Bensheim Auerbach womöglich als Sieger vom Platz gegangen. Doch so gab es nach einer Stunde Spielzeit eine 20:24 (12:12) Niederlage in einem rassigen, aber auch von etlichen Fehlern geprägten Spiel, die die Langerfelderinnen wieder auf einen Abstiegsrang stürzte.

Starker Auftritt in Halle: Neuzugang Natalie Adeberg

 

„Hurra, wir leben noch“, diesen Hit von Milva nach dem gleichnamigen Roman von Simmel konnten die Beyeröhderinnen nach ihrem unerwarteten 31:30 (11:13) Erfolg in Halle/ Saale anstimmen.

Vierte Niederlage im fünften Spiel, das macht 2:8 Punkte und natürlich die Abstiegszone in der 2. Bundesliga. Das ist die bisherigen Bilanz des TV Beyeröhde, der sich auch beim TSV Haunstetten mit 22:26 (8:10) geschlagen geben musste. In der Albert-Loderer-Sporthalle in Augsburg präsentierte der TVB zunächst eine kompakte Deckung in einem ausgeglichenen Spiel, bei dem die Führung bis zum 8:8 ständig wechselte und der Halbzeitstand von 8:10 durchaus zu Hoffnungen berechtigte.

Endlich sind sie da, die ersten beiden Meisterschafts-Punkte. In einem äußerst abwechslungsreichen Spiel besiegte der TV Beyeröhde die TG Nürtingen mit 32:27 (14:13) und klettert damit ein wenig in der Tabelle, ohne jedoch die Abstiegsplätze zu verlassen. Aber allmählich kehrt auch die Treffsicherheit wieder zurück, wobei Jennifer Jörgens auf Linksaußen mit zehn Torerfolgen wieder einmal bewies, dass sie auf ihrer Position zum Besten der Liga zählt.

War das die Wende? Der TV Beyeröhde trumpfte im DHB-Pokal gegen den Liga-Konkurrenten BSV Sachsen Zwickau mit 35:29 (20:14) auf wie noch nie in dieser Saison und erreichte teilweise in bestechender Form das Achtelfinale. Vornehmlich von der zuletzt so beklagten Wurfschwäche war kaum etwas zu spüren.