Spielberichte

Mit 27:37 (12:22) kam der TV Beyeröhde am Samstagabend in der Buschenburg gegen Union Halle-Neustadt böse unter die Räder und dürfte auch an der Höhe der Niederlage nichts auszusetzen haben. „Es war, als hätten wir das Handball spielen verlernt“, schimpfte Trainerin Meike Neitsch und wies darauf hin: „Wenn man das Spiel verfolgt hat, konnte man sich nicht vorstellen, das Halle eine vierstündige Busfahrt in den Knochen hatte.“

„Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“ Diese schlichte Weisheit traf am Samstag auf den TV Beyeröhde zu, der ohne seine Top-Torjägerin Marieke Köhler, ohne Sabine Nückel, Melina Otte und Hanna Vietz beim sächsischen Mit-Aufsteiger HC Rödertal mit 27:26 (12:14) den ersten Auswärtssieg der Saison einfuhr.

Die Vorbereitung mit der Anreise am Vortag war zwar erstklassig, doch die Leistung, die der TV Beyeröhde bei der 21:29 (9:13) Schlappe in der Nordheidehalle in Buchholz gegen den Tabellenritten SGH Rosengarten-Buchholz ablieferte, war es nicht. Das ließ sich auch am Spielverlauf ablesen, der die Liga-Neulinge aus Wuppertal meist mit fünf oder sechs Toren im Rückstand sah.

Wieder einmal schickte der TV Beyeröhde seine Anhänger durch ein Wechselbad der Gefühle, und erneut kam die kalte Dusche in Gestalt des 27:28 (13:15) gegen den Mit-Aufsteiger TSV Haunstetten zum Schluss.

Die „Schwaben-Hornets“, die schwäbischen Hornissen des TV Nellingen haben zwei mal mehr zu gestochen als die leistungsmäßig gleichwertigen Beyeröhderinnen, und das reichte für einen knappen 29:27 (13:12) Erfolg am Sonntagnachmittag in der Sporthalle Ostfildern.

Die Fans auf den Rängen konnten es nicht fassen: War das die Mannschaft, die in der vorigen Woche in Dortmund 20:34 untergegangen war?

Mit betretenen Mienen schlichten die Beyeröhder Spielerinnen in der mit 400 Zuschauern gut gefüllten Halle Dortmund -Wellinghofen vom Feld:

Man könnte den 32:26 (16:10) Heimsieg des TV Beyeröhde gegen den Mitaufsteiger TSV Travemünde mit einem Krimi vergleichen. Mit einem, der zwar an Spannung, Dramatik und unvorhergesehenen Wendungen nichts zu wünschen übrig ließ, bei dem sich aber die Darsteller etliche Versprecher und Textlücken leisteten.

Mit einem deutlichen 25:33 (10:18) trat der Zweitliga-Aufsteiger TV Beyeröhde am Samstagabend die Heimreise aus der Weststadthalle in Bensheim an, wobei die Reaktionen zwischen Niedergeschlagenheit und Ärger schwankten.