Spielberichte

Sieben Sekunden vor Schluss entschieden die schwachen Schiedsrichter mit einem mehr als strittigen Siebenmeter das Westderby zugunsten des BV Borusia Dortmund. Aber trotz der 26:27 (7:15) Niederlage durften sich die Beyeröhderinnen vor erstmals ausverkauftem Haus in der Buschenburg wie Sieger fühlen.

Mit frohen Gesichtern trat der Beyeröhder Tross die sechsstündige Heimreise aus dem hohen Norden an: Der TVB hatte beim Tabellenletzten TSV Travemünde 40:29 (19:14) gewonnen und kann bei zwölf Punkten Vorsprung bei fünf noch ausstehenden Spielen zumindest von den Norddeutschen nicht mehr eingeholt werden. Ein kleiner Wermutstropfen: infolge des 29:23 Erfolges des Vorletzten Allensbach konnte man auf der Rückfahrt noch nicht den endgültigen Klassenerhalt feiern.

Der Aufsteiger TV Beyeröhde muss sich noch ein wenig gedulden, bis er den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht hat. In der Buschenburg gab es gegen die HSG Bensheim-Auerbach eine deutliche 28:35 (17:15) Niederlage, bei der der TVB nur bis zur 42. Minute gut bis sehr gut mithielt, bevor dann alle Dämmer brachen.

Das hatten sich wohl Mannschaft, Trainerin und die rund 200 Zuschauer in der Buschenburg leichter vorgestellt: lediglich mit 23:21 (13:19) besiegte der TV Beyeröhde den sich tapfer wehrenden Abstiegskandidaten und Tabellen-Vorletzten SV Allensbach. Und nach der turbulenten Schlussphase, in der die Mannschaft vom Bodensee schon auf 20:20 ausgeglichen hatte, konnte man allen im Beyeröhder Team die große Erleichterung ansehen. Erst mit dem Schlusspfiff hatte Sandra Münch das 23:21 erzielt.

Es ist schon frustrierend, wenn man nach so einer langen Fahrt mit leeren Händen die Rückreise antritt. Vor allem, wenn man –wie der TV Beyeröhde – auch beim Favoriten BSV Sachen Zwickau im zweiten Durchgang schon mit vier Treffern geführt hat und dann doch am Ende 26:28 (14:14) verliert.

Mit einer wahren Handball-Gala und einem ungefährdeten 34:24 (17:6) über Mainz 05 begeisterte der TV Beyeröhde am Samstagabend die Besucher in der Buschenburg und sorgte damit für einen Neun- beziehungsweise Zehn-Punkte-Abstand zu den beiden Abstiegsplätzen.

Erneut musste der TV Beyeröhde eine schließlich vermeidbare 23:26 (13:10) Auswärts-Niederlage gegen den Tabellennachbarn SG H2Ku Herrenberg einstecken und hat das Glück, dass die beiden Letzten in der Tabelle, Allensbach und Travemünde, in schöner Regelmäßigkeit verlieren, so dass der sichere Sieben-Punkte-Abstand zur Abstiegszone erhalten bleibt.

Mit 27:37 (12:22) kam der TV Beyeröhde am Samstagabend in der Buschenburg gegen Union Halle-Neustadt böse unter die Räder und dürfte auch an der Höhe der Niederlage nichts auszusetzen haben. „Es war, als hätten wir das Handball spielen verlernt“, schimpfte Trainerin Meike Neitsch und wies darauf hin: „Wenn man das Spiel verfolgt hat, konnte man sich nicht vorstellen, das Halle eine vierstündige Busfahrt in den Knochen hatte.“

„Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“ Diese schlichte Weisheit traf am Samstag auf den TV Beyeröhde zu, der ohne seine Top-Torjägerin Marieke Köhler, ohne Sabine Nückel, Melina Otte und Hanna Vietz beim sächsischen Mit-Aufsteiger HC Rödertal mit 27:26 (12:14) den ersten Auswärtssieg der Saison einfuhr.