Am Samstag, wenn der TV Beyeröhde im letzten Spiel der Saisonschon um 18 Uhr den stark abstiegsgefährdeten BSV Sachsen Zwickau empfängt, dann werden die Zuschauer Momente der Emotionen erleben. Natürlich bei den Sächsinnen, die als 13. auf dem ersten Abstiegsplatz stehen und sich nur dann bei einem Sieg retten können, wenn der Zwölfte Werder Bremen gleichzeitig zuhause gegen Halle-Neustadt verliert. Aber auch beim TVB, der derzeit Fünfter ist und auf eine wechselvolle Saison mit dem Spannungsfeld zwischen Platz zwei und den Abstiegsrängen, als man mit 2:8 Punkten startete, zurück blicken kann.

Am Sonntag um 16 Uhr muss der TV Beyeröhde im letzten Auswärtsspiel der Saison beim schon als Absteiger feststehenden TUS Lintfort in der Sporthalle Eyller Straße  antreten. Eine Aufgabe, die man nach den Erfahrungen beim damaligen Schlusslicht  Herrenberg sicher nicht auf die leichte Schulter nimmt. Zumal es gegen den einzigen  Westrivalen im Hinspiel in der Buschenburg eine bittere Niederlage gegeben hat. Nicht nur wegen des 34:35, sondern auch wegen des Kreuzbandrisses, den sich Marieke Köhler in diesem Spiel zugezogen hat und seitdem sportlich und menschlich schmerzlich vermisst wird.

Am Samstag gastiert der TV Beyeröhde in der Wirtschaftsschule in Mainz beim Tabellen-Zehnten Mainz 05/Budenheim (Anwurf 19.30), und im Umfeld fragt man sich, wann die Schützlinge von Sabine Nückel nach zuletzt vier sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren werden.
„Die Liga ist so strukturiert, dass jeder jeden schlagen kann“, sagt Sabine Nückel und verweist auch auf die beiden Niederlagen, die Ligameister und Aufsteiger Bensheim/ Auerbach hinnehmen musste. Was so viel heißt wie, dass es für den TVB durchaus eine erneute Schlappe  geben könnte.
Das Heimspiel zu Jahresbeginn war übrigens der Auftakt zur Trainer-Karriere der ehemaligen Kreisläuferin, die mit einem 34:32 Erfolg ihren Einstand auf der Trainerbank gab. „Es war ein enges Spiel“, erinnert sie sich an ihr Debüt.

Nur ein Pünktchen aus den letzten drei Spielen (alle auswärts), das ist keine Bilanz, die eine Mannschaft, erst recht keine im oberen Tabellendrittel, zufrieden stellen kann. Deshalb haben sich die Schützlinge von Beyeröhdes Trainerin Sabine Nückel auch fest vorgenommen, ihren vierten Tabellenplatz möglichst zu halten und mal wieder zu punkten. Doch am Sonntag um 15 Uhr zur ungewohnten Zeit kommt ein dicker Brocken in die Buschenburg: der Tabellenzweite SGH Rosengarten Buchholz. Und der hat mit dem TV Beyeröhde noch eine Rechnung offen. Der TVB gewann nämlich das Hinspiel sensationell mit 29:22 (15:8) und legte damit den Grundstein zum Höhenflug, der bis auf Rang zwei führte.

Am Samstag fahren Spielerinnen, Trainerin und Fans des TV Beyeröhde nach Ketsch, wo es um 17:30 in der Sporthalle Neurott auf „Bärenjagd“ geht.  „Kurpfalz Bären“ nennen sich nämlich die Handballerinnen und Handballer der TSG Ketsch, und gegen die will der TVB nach zwei sieglosen Auswärtsspielen mal wieder zwei Punkte auf der richtigen Seite einheimsen.

Am Sonntag in der Sporthalle Schießtäle ist der TV Beyeröhde um 16:30 Uhr zu Gast, und da die SGH2Ku Herrenberg Tabellenletzter ist, fahren die Schützlinge von Trainerin Sabine Nückel natürlich als klare Favoriten nach Herrenberg. Schließlich ist man Tabellenzweiter und hat eine recht imposante Auswärtsbilanz aufzuweisen. Doch da war das 29:29 beim Außenseiter Werder Bremen am vergangenen Samstag, das den jungen Damen des TVB wohl gezeigt hat, dass man in jedem Spiel mit dem nötigen Ernst zur Sache gehen muss, will man nicht unnötige Punktverluste riskieren.

Mit dem 41:35 über den Aufsteiger Werder Bremen im Hinspiel begann die Erfolgsserie des TV Beyeröhde nach dem total verpatzten Start. Seitdem kletterte man in der Tabelle bis auf Platz drei und gab lediglich fünf Punkte ab. Gute Erinnerungen also an die grün-weißen Norddeutschen, gegen die der TVB am Samstag (18:30 Uhr) in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle zum Rückspiel antreten muss. 41 Tore, von denen je acht auf Mandy Münch und Melina Fabisch entfielen (eins erzielte übrigens die damalige Kreisläuferin und heutige Trainerin Sabine Nückel) , haben die Beyeröhderinnen auch seitdem nicht mehr geworfen, aber auch nur noch gegen Lintfort so viele Gegentreffer hinnehmen müssen.

„"Aufstiegskandidat Bensheim-Auerbach ist die einzige Mannschaft, gegen die wir bisher zweimal verloren haben“", weiß Linkshänderin Melina Fabisch und fügt vor dem Heimspiel gegen DJK/ MJC Trier (Samstag 18:45 Uhr Buschenburg) hinzu: "„Das soll auch so bleiben!"“ Was bedeutet, dass es gegen die Mannschaft der ehemaligen Beyeröhderin Linsey Houben einen Sieg geben soll. 28:32 hatten die Beyeröhderinnen in Trier damals verloren und mit 4:12 Punkten einen kapitalen Fehlstart mit drohender Abstiegsgefahr hingelegt.

Am Samstag kommt es um 17:30 Uhr es in der Weststadthalle in Bensheim zum reizvollen Duell Erster gegen den Zweiten, wobei der TV Beyeröhde erstaunlicher Weise den Part des ersten Verfolgers des ungefährdeten Tabellenführer HSG Bensheim-Auerbach übernommen hat.