Heimspiele haben für die Handballerinnen des TV Beyeröhde in der zweiten Bundesliga zuletzt Seltenheitswert. Daher haben die Fans am Samstag (18.45 Uhr) eine der wenigen Gelegenheiten, den TVB in der heimischen Buschenburg anzufeuern.

Diese Unterstützung wird gegen den starken Aufsteiger FSG Waiblingen-Korb für die Schützlinge von TVB-Trainer Martin Schwarzwald auch vonnöten sein. Vom knappen 23:20-Hinspiel-Sieg wissen die Wuppertalerinnen noch, dass die „Tigers“ mit ihren starken Rückraumwerferinnen und flexibel wechselnden Deckungsvarianten immer brandgefährlich sein können. Dass das kein schwacher Aufsteiger ist, beweist auch der aktuelle Tabellenstand. Mit 18 Punkten belegen die Gäste den achten Platz. Wenn ihnen am grünen Tisch nicht Punkte annulliert worden wären, würden sie sogar vor den Beyeröhder Handballgirls (20 Punkte) stehen. Durch den Einsatz einer für die Bundesliga nicht spielberechtigten Spielerin waren ihnen drei Zähler abgezogen worden.

Erstmals in diesem Kalenderjahr konnte Schwarzwald bis auf Torfrau Jenny Weste mit seinem kompletten Kader trainieren. „Durch das fehlende Training leben wir teilweise von der Euphorie einer Partie. Auf Dauer wollen wir uns davon lösen“, sagt der Coach, der sich wünscht, spielerisch gefestigter zu werden. Dennoch soll am Samstag zur Not auch die Euphorie den Sieg bringen. Schließlich ist es eines der wenigen Heimspiele in diesen Wochen.

 

Erdinc Özcan-Schulz (Westdeutsche Zeitung)