Mit 22:28 unterliegt der TVB am Ende recht deutlich beim Abstiegskandidaten SG H2Ku Herrenberg. Eine Niederlage die sich erst in den letzten zehn Minuten der Partie manifestierte, denn zuvor lagen die Handballgirls in einer ausgeglichenen Partie zumeist knapp in Führung. Die Gastgeberinnen spielten, wie man es von einem Team in Abstiegsnot erwarten durfte, von Beginn an beherzt und kamen vor allem über beide Rückraumpositionen zu einfachen Torerfolgen in den Anfangsminuten.

Auf Beyeröhder Seite waren vor allem Mandy und Sandra Münch in der Anfangsphase die Taktgeber – sie erzielten die ersten 6 Treffer für den TVB. In der Folge entwickelte sich ein äußerst intensiv geführtes Spiel, wobei die Wuppertalerinnen zumeist knapp die Nase vorne hatten. Doch die „Kuties“ ließen sich nicht abschütteln und konnten das Spiel offen halten. Zwar ging die Beyeröhder Defensiv-Abteilung nun konsequenter zu Werke, doch im Angriff blieben bereits in dieser Phase zu viele Torchancen ungenutzt, so dass der 14:16 Halbzeitstand zu Gunsten der Handballgirls zwar durchaus verdient, aber bei weitem kein Ruhekissen für den Tabellenzweiten war.

Die zweite Spielhälfte begann zunächst verheißungsvoll – Sunny Münch erhöhte auf 17:14 für Beyeröhde doch im Anschluss musste Trainerin Sabine Nückel mit ansehen, wie das Spiel den favorisierten Gästen mehr und mehr entglitt. Herrenberg erhöhte den Druck und ging in der Abwehr überaus entschlossen zu Werke – auf Beyeröhder Seite erhöhte sich gleichermaßen die Zahl der Fehlleistungen und das Spiel drohte zu kippen. Als dann zunächst Mandy Münch und im Anschluss Natalie Adeberg in der 50. Spielminute eine Zeitstrafe kassierten, nutzten dies die „Kuties“ um erstmals im zweiten Durchgang die Führung zu übernehmen und legten gleich noch ein paar Treffer zu. Beim TVB gelang nun überhaupt nichts mehr – die entnervten Gäste hatten dem, von einem frenetischen Publikum unterstützen Gastgeber, nun nichts mehr entgegen zu setzen. Bis zum Abpfiff blieben die Handballgirls in der Folge 13 Minuten lang ohne eigenen Treffer! Entsprechend groß war nach dem Abpfiff natürlich die Enttäuschung bei Sabine Nückel und ihren Mädels. „Kaum eine Spielerin konnte heute über die gesamte Spielzeit überzeugen!“ urteilte die Beyeröhder Trainerin, klammerte dabei jedoch Torfrau Dana Centini ausdrücklich aus. „Ohne sie hätten wir hier noch schlechter ausgesehen!“ bestätigte auch Abteilungsleiter Stefan Müller, der jedoch zu bedenken gab, dass beim TVB einige Spielerinnen angeschlagen in die Partie gehen mussten, und Linkshänderin Melina Fabisch aufgrund muskulärer Probleme sogar komplett passen musste.

Nach der Osterpause steht nun für den TV Beyeröhde das dritte Auswärtsspiel in Folge auf dem Programm. Bei den „Kurpfalz Bären“ in Ketsch wollen die Handballgirls am Samstag, 22.04.17 wieder zurück in die Erfolgsspur!