Handball-Pokal: Am Samstag kommt der TSV Bayer 04 Leverkusen in die Buschenburg. Die Mannschaft von Renate Wolf ist Favorit.

Nach der erneuten Pause, die die Beyeröhder Handballgirls aufgrund des Rückzugs des SV Celle einlegen mussten, dient das Pokalspiel am morgigen Samstag (Anwurf 17 Uhr, Buschenburg) als Aufwärm-Programm vor der Fortsetzung der Meisterschaft. Die Rollen sind klar verteilt. Gegner TSV Bayer 04 Leverkusen geht als Favorit in die Begegnung. Und dennoch freuen sich beim TV Beyeröhde alle auf das Spiel.

„Bayer Leverkusen ist im Damenhandball immer noch ein besonderer Verein“, sagt TV Beyeröhde-Trainer Martin Schwarzwald. Wohl auch deshalb kooperiert der TVB mit den Rekordmeisterinnen (zwölf Meister- und neun Pokalsiege). Mehr als die Hälfte aller Spielerinnen im Kader der Langerfelderinnen streifte sich wie Pia Adams ganz das Leverkusener Trikot über oder war wie Many Reinarz oder Dana Centini beim Bundesligisten mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Nervös wird deshalb beim TV Beyeröhde aber keiner. Im Gegenteil: „Das gibt meinen Damen höchstens eine zusätzliche Portion Motivation“, erklärt Schwarzwald. Und fügt hinzu, dass als Ergebnis alles unter zehn Toren Differenz ein Erfolg wäre.“

Ähnlich wie der TVB leben die Leverkusenerinnen auch vom Kollektiv. Die Stars des Teams sitzen eher auf der Bank. Wie keine andere verkörpert Trainerin Renate Wolf Leverkusens Damenhandball. Sie gehört zu den besten Trainerinnen und Talentförderinnen in Deutschland. Auch an der Verpflichtung von Martin Schwarzwald war sie beteiligt. Sie machte den TVB auf das Trainertalent aufmerksam. Trotz der guten Verbindung zum Wuppertaler Verein denkt Wolf nur an die nächste Runde. „Wir sind Favorit. Wir müssen in die nächste Runde“, sagt die 96-fache Ex-Nationalspielerin. Das erst dritte Pflichtspiel des TVB wird also keine leichte Aufgabe. Martin Schwarzwald will zumindest besser abschneiden als beim letzten Pokaltreffen der beiden Mannschaften. Damals verlor der TVB mit 27:48 haushoch. Das Pokalspiel soll für seine Damen und die Zuschauer etwas Besonderes werden. Schließlich hat der Pokal ja seine eigenen Gesetze.

Erdinc Özcan-Schulz (Westdeutsche Zeitung)