Dass der TV Beyeröhde erst am Sonntag um 16 Uhr in Nordlandhalle in Buchholz gegen die SGH Rosengarten-Buchholz antreten muss, ist angesichts der langen Rückfahrt aus Deutschlands Norden natürlich für Spielerinnen und Anhang eine ärgerliche Belastung. Doch die gute Nachricht ist, dass ein Sponsor dem Zweitligisten aus Langerfeld eine Hotelübernachtung von Samstag auf Sonntag ermöglicht, was das Ganze etwas weniger stressig macht, kann man doch schon am Samstag in Ruhe anreisen.

Dass aller guten Dinge drei sind, hoffen Spielerinnen, Trainerin und Umfeld des Frauen-Zweitligisten TV Beyeröhde. Am Samstag um 18:45 Uhr in der Buschenburg bestreiten die Handballerinnen nämlich ihr drittes Heimspiel, das letzte des Jahres 2016, in Folge und hoffen dabei auch auf den dritten Sieg hintereinander. Allerdings kommen mit den Kurpfalz Bären (früher Ketsch) Gegnerinnen, die am vergangenen Samstag den BSV Sachsen Zwickau komfortabel 33:25 geschlagen hatten und deshalb mit frischem Selbstbewusstsein nach Langerfeld auftreten werden.

Die schlechte Nachricht vorweg: Nachdem die Kurpfalz Bären am letzten Wochenende im vorgezogenenSpiel gegen Werder Bremen gewonnen haben, sind sie auf acht Pluspunkte gekommen und haben den TV Beyeröhde (6:12 Punkte) wieder auf einen Abstiegsplatz gedrängt. Allerdings ist anzumerken, dass der TVB zwei Spiele weniger hat als die Kurpfalz Bären und die Abstiegszone am Samstag wieder verlassen könnte. Dazu ist allerdings ein Heimsieg gegen die SG H2Ku Herrenberg nötig (Samstag 18:45 Uhr, Sporthalle Langerfeld). Das Team mit dem komplizierten Namen ist derzeit Schlusslicht, steht  aber mit 4:14 Zählern nur zwei Punkte schlechter da als der TVBeyeröhde.

Das Spiel gegen Werder Bremen am Samstag um 18:45 Uhr in der Sporthalle Buschenburg soll als Auftakt einer dreiteiligen Heimserie (möglichst) die Wende für den TV Beyeröhde bringen. Mit 4:12 Punkten aus den bisherigen acht Spielen und dem drittletzten Platz in der Tabelle der 2. Bundesliga hinkt man erheblich hinter den selbst gestellten Ansprüchen hinterher. Und das, obwohl es bei drei Neuzugängen lediglich einen Abgang gegeben hat. Und der, nämlich Deckungs- und Gegenstoß-Spezialistin Laura Sosnierz, ist wegen der Verletztenmisere wieder zum Team gestoßen.

Nach dem vor allem im ersten Durchgang, als man nämlich mit 14:11 in die Pause ging, vorzüglichen Pokalspiel gegen den Bundesligisten Frischauf Göppingen (am Ende jedoch 25:32 verloren), wartet für den TV Beyeröhde nun wieder der Liga-Alltag. Und zwar mit einem Spiel beim Tabellenvierten DJK/ MJC Trier, der in diesem Jahr eine erheblich bessere Rolle spielt als in der letzten Saison, wo es nur dem Verzicht anderer Vereine zu verdanken war, dass man nicht in der dritten Liga landete.

Auswärts in Halle gewonnen, daheim gegen Spitzenreiter Bensheim nur knapp unterlegen und am vergangenen Samstag im DHB-Pokal gegen Erstligist Göppingen lange Zeit auf Augenhöhe – die Formkurve des TV Beyeröhde zeigt eindeutig nach oben.

„Wir wollten schon in dieser Saison im Pokal etwas erreichen, haben aber nicht gedacht, dass wir in der Meisterschaft so weit unten stehen würden“, meint Beyeröhdes Trainerin Meike Neitsch vor dem Pokal-Hit gegen den Erstligisten Frisch Auf Göppingen. Im Achtelfinale des DHB-Pokals kommt das Bundesliga-Team am Samstag um 18 Uhr in die Buschenburg, und beim TVB sieht man in diesem Spiel einen Höhepunkt der Saison, eine Herausforderung zum Genießen. „Da wird jede Spielerin alles mobilisieren, um die bestmögliche Leistung zu zeigen“, glaubt Meike Neitsch. „Jeder Werferin muss klar sein, dass ein Tor gegen eine Mannschaft aus der Beletage des deutschen Handballs zwei oder drei Treffer aus der 2. Liga aufwiegt. Und die Torhüterinnen erleben, dass in der Bundesliga härter und präziser geworfen wird, also jede Parade ein Erfolg ist.“

Fünfzig Minuten lang konnten die Beyeröhder Handballgirls am vergangenen Samstag den verlustpunktfreien Spitzenreiter der 2.Liga, die „Flames“ aus Bensheim in Schach halten. Am Ende musste sich der TVB jedoch leider mit 20:24 geschlagen geben – zu groß wurde in der Schlussphase der Druck des Meisterschafts-Aspiranten.

Nichts hebt die Stimmung so wie ein Sieg. Das war schon zu Wochenbeginn beim TV Beyeröhde zu spüren, als man sich immer noch über das unerwartete 31:30 bei Union Halle-Neustadt freute. Der richtige Motivationsschub für den TVB, der bisher mit 4:8 Punkten hinter den Erwartungen zurück geblieben ist, aber deutliche Aufwärtstendenz zeigt.