„"Aufstiegskandidat Bensheim-Auerbach ist die einzige Mannschaft, gegen die wir bisher zweimal verloren haben“", weiß Linkshänderin Melina Fabisch und fügt vor dem Heimspiel gegen DJK/ MJC Trier (Samstag 18:45 Uhr Buschenburg) hinzu: "„Das soll auch so bleiben!"“ Was bedeutet, dass es gegen die Mannschaft der ehemaligen Beyeröhderin Linsey Houben einen Sieg geben soll. 28:32 hatten die Beyeröhderinnen in Trier damals verloren und mit 4:12 Punkten einen kapitalen Fehlstart mit drohender Abstiegsgefahr hingelegt.

Am Samstag kommt es um 17:30 Uhr es in der Weststadthalle in Bensheim zum reizvollen Duell Erster gegen den Zweiten, wobei der TV Beyeröhde erstaunlicher Weise den Part des ersten Verfolgers des ungefährdeten Tabellenführer HSG Bensheim-Auerbach übernommen hat.

Erst spielt die Zweite, die an erster Stelle steht, dann die die Erste, die den zweiten  Platz einnimmt. Das ist die Situation am Sonntag in der Sporthalle Langerfeld, wenn die Zweitvertretung des TV Beyeröhde  um 12:15 Uhr gegen den Tabellen-Sechsten Fortuna Düsseldorf spielt und einen weiteren Schritt in Richtung Oberliga tun will. Um 15:00 Uhr ist dann der Zweite der zweiten Bundesliga, der TV Beyeröhde, Gastgeber von Union Halle-Neustadt, gleichfalls dem Tabellen-Sechsten,  und möchte  diesen großartigen Tabellenrang natürlich verteidigen.

Das 22:26 in Haunstetten gehörte in der Vorrunde sicherlich zu den „überflüssigen“ Niederlagen und ruft jetzt, wo die Mannschaft seit Wochen von Sieg zu Sieg eilt und mit 560 Treffern den erfolgreichsten Angriff der Liga aufweist, nur noch ungläubiges Kopfschütteln hervor. Im insgesamt tristen Bild war die wegen ihres Kreuzbandrisses langzeitverletzte Marieke Köhler damals mit sechs Treffern der einzige helle Fleck.

Am Samstag in der Theodor-Eisenloh-Sporthalle (Spielbeginn 19:30 Uhr) in Nürtingen wartet auf den TV Beyeröhde der nächste harte Brocken. Ebenso wie die Schützlinge von Trainerin Sabine Nückel haben die Süddeutschen nämlich 21:15 Punkte, allerdings mit plus drei ein erheblich schwächeres Torverhältnis als der TVB (plus 32).

„"Nach den beiden deutlichen Auswärtssiegen in Zwickau und Hannover müssten wir auch mal zuhause ein Feuerwerk abbrennen“", wünscht sich Beyeröhdes Trainerin Sabine Nückel. Genau dafür kommt am Samstag mit dem Tabellenzweiten HC Rödertal der richtige Gegner in die Buschenburg (18.45 Uhr Spielbeginn), gegen den man allerdings mit Sicherheit noch zulegen muss, um erneut erfolgreich zu sein.

Das Hinspiel gegen den Aufsteiger HSG Hannover-Badenstedt hatte der TV Beyeröhdezu Saisonbeginn in der Buschenburg überraschend 29:30 verloren, eine der Niederlagen, die den 2:8 Fehlstart ausmachten. Inzwischen hat sich die Mannschaft aber erheblich gefestigt, aus den letzten acht Spielen eine Bilanz von 16:3 hingelegt und den Trainer-Wechsel von Meike Neitsch zu Sabine Nückel ebenfalls gut verkraftet. Derzeit belegen die Beyeröhderinnen einen vorzüglichen fünften Platz in der 2. Bundesliga.

Natürlich war es eine lange, aber stimmungsvolle Rückfahrt aus Zwickau, wo der TV Beyeröhde sensationell 33:21 gewonnen hatte. Ein Sieg, der sicher Selbstvertrauen gibt, ebenso wie der Erfolg bei der SG Rosengarten Ende 2016. Doch danach folgte die Enttäuschung gegen den Aufsteiger TuS Lintfort. So ein Lapsus soll jetzt am Samstag gegen die HSG Kleenheim (Sporthalle  Buschenburg um 18.45 Uhr) nicht passieren, will man vom momentan starken sechsten Tabellenplatz nicht ins Niemandsland der Liga fallen. Alle Mannschaften sind bis auf den enteilten Spitzenreiter HSG Bensheim-Auerbach relativ nahe beieinander, und dass Kleenheim derzeit nur Platz zehn ziert, hat gar nichts zu bedeuten. Kleenheim hat nämlich am vergangenen Wochenende den Tabellenzweiten HC Rödertal 22:20 besiegt und wird ebenfalls selbstbewusst in Langerfeld auftreten.

Wuppertal. Als Marieke Köhler am vergangen Samstag lange am Boden liegen blieb, da ahnten alle: Es muss schon etwas Schlimmes sein.