Das erstmals von Dieter Trippen betreute, stark dezimierte Team des TVB Wuppertal unterliegt klar mit 22:35 (11:18)  bei den Luchsen und bleibt damit auf Platz 13 in der 2.Bundesliga. In negativer, wie positiver Hinsicht bot die Partie der Handballgirls beim Spitzenreiter HL Buchholz-Rosengarten dabei nichts Überraschendes.

Abgesehen von der noch verletzten Luisa Knippert mussten Hannah Kamp und Dana Centini krankheitsbedingt passen, und auch Abwehrchefin Anna-Lena Tomlik konnte aufgrund einer Fuß-Verletzung nicht eingesetzt werden. Spielmacherin Ramona Ruthenbeck hatte in der Vorwoche ebenfalls wegen starker Erkältung nicht trainieren können, und so geriet das Spiel beim Tabellenführer rasch zur „Mission Impossible“.

Die Gastgeberinnen legten los wie die Feuerwehr und lagen nach 11 Minuten bereits mit 9:2 in Front. Viel zu zögerlich agierten die Handballgirls in der Anfangsphase gegen den Favoriten - hinzu kamen gleich 2 verworfene Siebenmeter auf Beyeröhder Seite und so konnten die Luchse mit einem beruhigendem Vorsprung konsequent ihr Pensum abspulen. Erst nach einer Viertelstunde fingen sich die Handballgirls und konnten Ihrerseits erste Akzente setzen. Dies gelang vor allem über die Kreisposition – Sophia „Softy“ Michailidis konnte sich dabei immer wieder gegen die massive Abwehr der Luchse durchsetzen und netzte entweder selbst ein oder holte mehrfach Strafwürfe für den TVB, die in der Folge mit traumhafter Sicherheit von Ramona Ruthenbeck verwandelt wurden. Mit 11:18 aus Wuppertaler Sicht ging es in die Kabine, wobei sich die Handballgirls vor allem in den letzten Minuten der ersten Spielhälfte wieder etwas herankämpfen konnten.

Der Beginn der 2.Halbzeit verlief ähnlich wie die ersten Spielminuten – der erste Treffer für den TVB durch Michelle Stefes fiel erst in der 35.Minute. Da waren die Luchse bereits auf 22:12 enteilt und auch in der Folgezeit fielen die Tore für die Handballgirls vorwiegend über die Außenpositionen oder vom Kreis. Der TVB-Rückraum hielt sich gegen die starke Deckung der Luchse dagegen weitestgehend zurück. Sicherlich eine, der von Dieter Trippen nach Spielende benannten „Baustellen“ beim TVB, die es in den kommenden Tagen zu bearbeiten gilt. Der Interims-Coach sah jedoch auch viele gute Ansätze, die es für die wichtige Partie gegen die TG Nürtingen mitzunehmen gilt. An das Spiel beim Liga-Primus sollten die Handballgirls jedenfalls schnell einen Haken machen, und sich dann hoffentlich personell wieder verstärkt, auf die kommenden Aufgaben gegen die direkte Konkurrenz konzentrieren. 

Sophia Michailidis

 Sophia Michailidis war gegen die Luchse kaum zu stoppen (Foto: Carsten Schönberger)

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