Nach der 24:27 (14:16)-Niederlage gegen den BSV Sachsen Zwickau warten die Handballerinnen des TVB Wuppertal auch nach dem dritten Saisonspiel weiter auf den ersten Punkt in der 2. Bundesliga der Frauen. Einen Punkt hätten sich die Handballgirls in der zur ungewohnten Zeit am Sonntagnachmittag ausgetragenen Partie gegen die Spitzenmannschaft aus Zwickau auf alle Fälle verdient gehabt, mussten am Ende aber wieder etwas Lehrgeld bezahlen.

Zunächst überraschte die Mannschaft von TVB-Trainer Dominik Schlechter nicht nur die eigenen Zuschauer in der Halle Buschenburg, sondern auch das Gästeteam. Die Sachsen brauchten nach Beyeröhdes 5:2-Start einige Zeit, um in die Partie zu kommen. Erst in der 18. Minute ließen die Wuppertalerinnen den haushohen Favoriten erstmals mit 8:7 an sich vorbei. Doch im Gegensatz zum ersten Saisonheimspiel vor 14 Tagen, als die Beyeröhder Handballgirls nach ähnlichem Anfangsverlauf in Hektik verfielen, blieben sie diesmal am Gegner dran. Durch Anna Lena Bergmann konnte der TVB im Gegenzug nicht nur ausgleichen, sondern beim 14:13 sogar noch einmal in Führung gehen. Wenn die sonst so sichere Ramona Ruthenbeck nicht noch zweimal vom Punkt aus gescheitert wäre und einige TVB-Würfe besser vorbereitet worden wären, hätten die Fans sich sicherlich über ein besseres Halbzeitergebnis als den 14:16- Rückstand freuen können.

 

  Verrichteten Schwerstarbeit gegen die Zwickauer Angreiferinnen: Michelle Stefes und Dana Centini

  (Foto: Carsten Schönberger)

Im zweiten Durchgang organisierten die Gastgeberinnen ihre Deckung wesentlich besser als in den ersten 30 Minuten, in denen die Zwickauerinnen ohne Mühe durchgekommen waren.  Erst in der sechsten Minute des zweiten Durchgangs kassierten sie das erste Gegentor. Allerdings, verpassten Michi Stefes und ihre Nebenleute,  auch selbst vorne den Ball ins Netz zu bringen. Ebenso als Torhüterin Dana Centini beim 18:20 ihr Tor förmlich zugenagelt hatte und ihre Vorderleute vorne ein ums andere Male alleine vor der BSV-Torhüterin auftauchten und kläglich scheiterten. Es spricht für die Wuppertalerinnen, dass die Gästemannschaft auch bei einer Vier-Tore-Führung in der 55. Minute noch um die Punkte bangen musste.

Nach dem Abpfiff sprach Dominik Schlechter zwar von einem gerade in diesem Moment herrschenden Frust, doch sah er auch erneute positive Entwicklungsschritte, die seine Mannschaft zeigte. „Was soll ich meiner Mannschaft nach so einem Spiel vorwerfen?“, fragte der 30-jährige, und gestand seinen Spielerinnen die Fehler, die sie gemacht hatten letztlich auch ein. Das machte am Ende vielleicht auch den Unterschied aus, Während Zwickau in den letzten Minuten von seiner ganzen Erfahrung profitierte.

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