Mit 26:25 (14:12) besiegen die Handballgirls die SG Kirchhof und haben damit die nächsten Punkte gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gesichert. Allerdings wird der 2.Sieg in Folge überschattet vom verletzungsbedingten Ausscheiden von Michelle Stefes in der Schlussphase der Partie.

Die Beyeröhder Co-Kapitänin trat beim Wurf von außen unglücklich auf den Fuß von Hannah Kamp, die mit einem letzten Schritt noch versucht hatte den Winkel zum Tor zu verkleinern. Stefes knickte böse mit dem Fuß um und lag Minutenlang am Boden. In der Folge zeigte das Schiedsrichtergespann die Rote Karte gegen Ex-Handballgirl Kamp – eine harte, aber vertretbare Entscheidung der Unparteiischen. 

Bis dahin hatten sich beide Seiten einen verbissen Kampf geliefert.  Erst nach mehr als drei Minuten eröffnete Ramona Ruthenbeck mit ihrem ersten von insgesamt 8 Treffern den Torreigen. Die nervöse Anfangsphase war geprägt von technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten. Linkshänderin Klara Schlegel war in der Anfangsphase beste Werferin der Hessinnen. Sie düpierte ein ums andere Mal die TBV-Defensive, die gegen die großgewachsene Halbrechte mitunter zu passiv agierte. Mit zunehmender Spielzeit konnten die Wuppertalerinnen das Spiel mehr und mehr an sich reißen, wobei vor allem die Deckung nun wachsamer wurde. Nach 13 Minuten stand es nach einem Treffer der jungen Insa Weisz 7:5 für den TVB. Die Gäste aus Melsungen blieben jedoch dran und profitierten dabei sicher auch davon, dass die Handballgirls ihre Chancen nicht immer konsequent nutzen konnten.  Nicht zuletzt deshalb, lagen die Handballgirls auch zur Halbzeit nur mit 2 Toren, 14:12 in Front.

 "Augen zu und durch" - Handballgirl Nika Matavš gegen Kirchhofs klara Schlegel (Foto: Michaela Stens)

Die zweite Hälfte begann verheißungsvoll für die Gastgeberinnen. Nika Matavš erhöhte zunächst auf 15:12 und kurze Zeit später brachte Ramona Ruthenbeck den TVB mit 18:15 in Führung. Die Gäste ließen jedoch nicht locker und konnten ihrerseits in der 36.Spielminute durch einen Treffer von Klara Schlegel auf 19:19 gleichziehen. In der Folge wurde das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch, technisch eher Hausmannskost, aber ungeheuer intensiv geführt. In der 49. Spielminute konnte die SG durch einen Treffer der ansonsten eher blassen Diana Sabljak letztmalig zum 22:22 ausgleichen. In der „Cruchtime“ der Partie behielten die Handballgirls die Nerven und brachten den knappen, aber verdienten 26:25 Sieg über die Zeit. 

 

Der anschließende Sieges-Jubel der Wuppertalerinnen fiel dann eher verhalten aus, wohl wissend dass Leistungsträgerin Michelle Stefes wohl für einige Zeit fehlen wird…

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