Beim Tabellennachbarn Werder Bremen liegen die Wuppertaler Zweitliga-Handballerinnen nach der Pause schon mit fünf Toren zurück, erkämpfen sich aber noch den 23:23-Ausgleich und treffen in letzter Sekunde den Pfosten.

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel, heißt es für den abstiegsbedrohten Handball-Zweitligist TVB Wuppertaler nach einem 23:23 (12:13) im Schlüsselspiel beim sieben Punkte enteilten Tabellennacharn Werder Bremen. Doch die Art  und Weise, wie die Wuppertalerinnen in einem hochdramatischen Spiel diesen Punkt noch ergatterten, macht Mut und zeigt, dass die Mannschaft lebt.

Vor der Pause waren es die Gäste, die das Spiel zuerst in den Griff bekamen, vorne sauber trafen und hinten gut deckten. Mit 8:4 lag der TVB nach 14 Minuten in Front, kassierte aber ausgerechnet bei eigener Überzahl zwei Treffer und ließ Bremen bis zur Pause mit 13:12 in Führung gehen. Auch die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte liefen aus Wuppertaler Sicht sehr schlecht. Nach 44 Minuten lag Bremen sogar mit 19:14 vorn.

TVB-Trainerin Maja Zrnec brachte nun Rückraumschützin Lara Janz, und mit ihren Treffern kam der Umschwung. Eine Minute vor dem Ende erzielte Anna Lena Bergmann mit dem 23:23 erstmals nach 11:11 wieder den Ausgleich. Der letzte Bremer Angriff konnte gestoppt werden, und in letzter Sekunde bekam der TVB noch einen Freiwurf. Den musste Anna Lena Bergmann direkt ausführen. Sie warf den Bremer Block an und von dort prallte der Ball an den Pfosten. Es wäre ein ungemein wichtiger Sieg gewesen, doch immerhin mussten die Wuppertalerinnen nicht mit leeren Händen die Heimfahrt antreten. Es war der erste Auswärtspunkt der Saison. Am kommenden Sonntag sind bei Schlusslicht Aldekerk die nächsten eingeplant. 

 

(Westdeutsche Zeitung)

 

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