Erneut musste der TV Beyeröhde eine schließlich vermeidbare 23:26 (13:10) Auswärts-Niederlage gegen den Tabellennachbarn SG H2Ku Herrenberg einstecken und hat das Glück, dass die beiden Letzten in der Tabelle, Allensbach und Travemünde, in schöner Regelmäßigkeit verlieren, so dass der sichere Sieben-Punkte-Abstand zur Abstiegszone erhalten bleibt.

„"Heute wäre wirklich mehr drin gewesen"“, ärgerte sich Trainerin Meike Neitsch und verwies auf die erste Hälfte, als man in der 26 Minute noch mit 11:6 geführt hatte und nicht an eine Niederlage zu denken war. Das Spiel lief, vor allem die Außen Carolin Stallmann und Michelle Stefes zeigten sich in starker Form, die Abwehr stand gut, und zu bemängeln war nur, dass zu oft flach geworfen wurde. Ein kleiner Dämpfer, als der Vorsprung zum Pausenpfiff auf drei Treffer zusammen geschmolzen war. Doch dann kam die zweite Hälfte, und die Langerfelderinnen schienen wie von allen guten Geistern verlassen, offenbarten Lücken in der Deckung, gestatteten freie Würfe aus dem Rückraum, die den ansonsten gut haltenden beiden Torhüterinnen Dana Centini und Bernadett Steller nur wenig Chancen ließen.
Im Angriff ließen sich die Beyeröhderinnen von den harten, weitgehend ungeahndeten Attacken der Schwäbinnen den Schneid abkaufen, und aus dem Vorsprung wurde ein ständig bis auf sechs Treffer wachsender Rückstand. Erst in den letzten Minuten wurde wieder Tempo gespielt, hart und zielsicher geworfen (Marieke Köhler mit sieben Treffern), doch das reichte nur noch zur Ergebnis-Kosmetik.

 

(Friedemann Bräuer - Westdeutsche Zeitung)

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