Der vorzeitig erreichte Klassenerhalt war für den Aufsteiger TV Beyeröhde die Pflicht. Jetzt kommt die Kür, und da gelang den Schützlingen von Meike Neitsch mit einem 26:23 (10:12) Erfolg beim Vierten der 2. Bundesliga, der Neckarsulmer Sportunion, ein imponierender Sprung.

Die NSU-Handballerinnen hatten sich für ihr letztes Heimspiel der Saison in der Ballei-Arena viel vorgenommen und wollten den rund 600 Zuschauern etwas Besonderes bieten, doch das verhinderte in erste Linie Bernadett Steller, die großartige Torhüterin des TVB. Die 30 Jahre alte Torfrau, die ihre Karriere zum Saisonende beendet, reagierte bei Fernwürfen ebenso prächtig wie bei „Eins-gegen-Eins-Situationen“ und heimste dafür von Trainerin Meike Neitsch ihr uneingeschränktes Lob ein.
Ansonsten war die Trainerin nicht so zufrieden und merkte selbst bei der neunfachen Torschützin Marieke Köhler etliche Fehlwürfe an und ärgerte sich über Nachlässigkeiten aller in der Rückwärtsbewegung.
Jedoch war sie angetan von dem Einsatzwillen ihrer Spielerinnen. „Ich hatte befürchtet, dass sie es nach dem geschafften Klassenerhalt etwas ruhiger angehen lassen würden. Doch das war nicht der Fall. Der Kampfgeist war ganz nach meinem Geschmack“, freute sie sich über den positiven Charakter ihres Teams in dem äußerst wechselvollen Spiel, das erst den TVB vorn sah, dann wieder die Gastgeberinnen. Bis zum 20:20 stand das Spiel auf der Kippe, ehe Meike Neitsch eine Auszeit nahm und ihren Beyeröherinnen eindringlich riet „in die Lücken zu gehen“.
Die Folge waren zwei Treffer von Marieke Köhler und einer von Anna Lena Tomlik und ein 23:20 Vorsprung viereinhalb Minuten vor Schluss, der schließlich nach weiteren Torerfolgen von Mandy Münch, Michelle Stefes und Marieke Köhler zum dritten Auswärtssieg der Saison reichte.

Friedemann Bräuer (Westdeutsche Zeitung

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