Als der Abpfiff ertönte, da wussten alle, bei wem sie sich für den 26:25 (16:13) Sieg über die Kurpfalz Bären zu bedanken hatten: Beyeröhdes Torfrau Dana Centini, die gerade in der Schlussphase reihenweise schwierigste Bälle gemeistert, Gegenstöße pariert hatte und selbst an raffinierte „Tunnelversuche“ noch mit den Hacken herangekommen war. Eine umfangreiche Menschentraube hatte sich um die dunkelhaarige Nummer 96 (ihr Geburtsjahr) versammelt, um sie zu feiern. Und dass ihr auch der allwöchentlich von den Edelfans Eckie und Artur ausgelobte „Stern des Abends“ gebührte, war da gar keine Frage.

Derweil saß Trainerin Meike Neitsch noch reichlich mitgenommen auf ihrem Stuhl und schüttelte den Kopf: „Da haben wir wieder mit sechs Toren geführt (19:13, 20:14 und kurz vor Schluss noch 25:20) und geraten wieder wie schon in der vorigen Woche so in Bedrängnis“, wirkte sie mehr geschafft als erfreut. Zeigte sich aber doch dankbar für den dritten Sieg in Folge, der nicht nur durch Unachtsamkeiten in der Deckung, sondern auch durch höchst merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen der Damen Katharina Heinz und Sonja Lenhardt in Gefahr geriet.
Das betraf unter anderem auch die Zahl der Zeitstrafen (insgesamt sechs), von denen die der Unfairness unverdächtigen Sandra und Mandy Münch gleich drei erhielten, während auf der anderen Seite ein brutaler Check gegen die pfeilschnelle Jennifer Jörgens überhaupt nicht geahndet wurde. Wie die Kurpfalz Bären in der Abwehr agierten, das bekam auch Marieke Köhler zu spüren. „"Als ich ins Gesicht geschlagen wurde, da bin ich so richtig wütend geworden“", meinte sie später, hatte aber ihren Zorn in ihre Würfe gelegt und neunmal ins gut gehütete Pfälzer Tor getroffen. Sie war die erfolgreichste TVB-Schützin in einer Mannschaft, die mit verschiedenen unterschiedlich funktionierenden personellen Varianten aufwartete, wobei bei ihrem ersten Einsatz Carolin Stallmann die mehrmonatige Verletzungspause anzumerken war.
Sah es nach dem Wiederanpfiff, als mit schnellen Gegenstößen (Jörgens) und erfolgreich abgeschlossenen Kombinationen sicher scheinende Führungen heraus gearbeitet wurden, nach einem klaren Erfolg aus, so schienen die Beyeröhderinnen dann zeitweise Angst vorm Gewinnen zu haben. Falsche Entscheidungen, ob man am Kreis verharren, oder Wurfversuche offensiv attackieren sollte und technische Fehler brachten die Kurpfalz Bären aus Ketsch wieder ins Spiel und nahe an einen Erfolg, den aber schließlich Dana Centini und mehr als ein halbes Dutzend mal die Torstangen verhinderten.

Zum Letzten Spiel der Jahres treten die Handballgirls am kommenden Sonntag beim Tabellen-Dritten Rosengarten-Buchholz an.

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