Am vierten Advent gab es den vierten Sieg in Folge für den TV Beyeröhde, der überraschend klar bei der SGH Rosengarten Bucholz 29:22 (15:8) völlig ungefährdet gewann und  damit auf dem vor Wochen noch kaum denkbaren siebten Tabellenplatz in die Weihnachtspause geht. War in den drei letzten Spielen jeweils am Schluss Zittern angesagt, ehe der Erfolg feststand, so sorgten die Beyeröhderinnen schon Mitte der zweiten Halbzeit mit  einem 27:13 Vorsprung dafür, dass man, trotz der Aufholjagd der „Rosengärtnerinnen“  nicht mehr in Gefahr geriet. "„Dass unser Vorsprung zusammen geschrumpft ist, geht auf meine Kappe, denn angesichts des klaren Spielstandes wollte ich alle mal spielen lassen"“, meinte Meike Neitsch gut gelaunt nach dem Abpfiff.

Bis zur 45. Minute hatten die Gäste aus Wuppertal nämlich in der Sporthalle am Holzweg in Buchholz ein wahres Feuerwerk abgebrannt, wobei vornehmlich Marieke Köhler (5), Jennifer Jörgens (6) und Ramona Ruthenbeck (5) zielsicher agierten. Ramona Ruthenbeck feierte  nach ihrem operativ behobenen Jochbeinbruch ein großartiges Comeback und lässt auch für die kommenden Spiele Positives erhoffen. Dass diesmal die Abwehr aufmerksam agierte und auch Anspiele an den Kreis unterband, machte der einmal mehr bravourös haltenden Dana Centini das Leben etwas leichter. „Ich hatte den Mädels vorher ernst ins Gewissen geredet und gefordert unsere guten Torhüterinnen besser zu unterstützen,“ kommentierte Trainerin Meike Neitsch die starke Deckungsleistung, die auch die in den letzten sieben Minuten eingesetzte Yuko Minami (Centinis Partnerin Jennifer Weste hatte die Reise wegen einer Magen-Darmerkrankung gar nicht mitgemacht) weitgehend unterstützte.
Überhaupt war Meike Neitsch zufrieden während des gesamten Saisonverlaufs noch nicht. Dazu trug sicherlich auch bei, dass man durch das großzügige Angebot eines Sponsors einen Tag vorher anreisen und im Hotel übernachten konnte. „Das hat sicher auch zu diesem gelungenen Auftritt beigetragen“, war sie sicher und hat sich entschlossen, ihrer Mannschaft zum Fest zwei trainingsfreie Wochen zu bescheren.

Friedemann Bräuer (Westdeutsche Zeitung)

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