Spielberichte

Allerdings nur bei den Gästen, dem TV Beyeröhde, der im fernen Sachsen 33:21 (20:18) triumphierte und nun allen Grund zu ausgelassenem Feiern hatte.

Mit einem keineswegs unverdienten 34:35 (17:19) ging die Erfolgsserie des TV Beyeröhde nach fünf Siegen in Folge am Samstagabend in der Buschenburg zu Ende. Und zwar gegen den Aufsteiger und einzigen Westrivalen TuS Lintfort, der mit diesem kaum erwarteten Auswärtserfolg die Abstiegszone verlassen hat.

Nach dem Abpfiff richten sich alle Augen auf Sabine Nückel, die ihrerseits noch mal auf die Anzeigetafel schaute: 34:32 (18:14) stand da, was bedeutete, dass ihr Trainerinnen-Debüt beim TV Beyeröhde geglückt war. Ihr Team hatte den bisherigen Zweitliga-Fünften FSG Mainz 05/ Budenheim besiegt und war auf den sechsten Tabelleplatz vorgerückt.

Am vierten Advent gab es den vierten Sieg in Folge für den TV Beyeröhde, der überraschend klar bei der SGH Rosengarten Bucholz 29:22 (15:8) völlig ungefährdet gewann und  damit auf dem vor Wochen noch kaum denkbaren siebten Tabellenplatz in die Weihnachtspause geht. War in den drei letzten Spielen jeweils am Schluss Zittern angesagt, ehe der Erfolg feststand, so sorgten die Beyeröhderinnen schon Mitte der zweiten Halbzeit mit  einem 27:13 Vorsprung dafür, dass man, trotz der Aufholjagd der „Rosengärtnerinnen“  nicht mehr in Gefahr geriet. "„Dass unser Vorsprung zusammen geschrumpft ist, geht auf meine Kappe, denn angesichts des klaren Spielstandes wollte ich alle mal spielen lassen"“, meinte Meike Neitsch gut gelaunt nach dem Abpfiff.

Als der Abpfiff ertönte, da wussten alle, bei wem sie sich für den 26:25 (16:13) Sieg über die Kurpfalz Bären zu bedanken hatten: Beyeröhdes Torfrau Dana Centini, die gerade in der Schlussphase reihenweise schwierigste Bälle gemeistert, Gegenstöße pariert hatte und selbst an raffinierte „Tunnelversuche“ noch mit den Hacken herangekommen war. Eine umfangreiche Menschentraube hatte sich um die dunkelhaarige Nummer 96 (ihr Geburtsjahr) versammelt, um sie zu feiern. Und dass ihr auch der allwöchentlich von den Edelfans Eckie und Artur ausgelobte „Stern des Abends“ gebührte, war da gar keine Frage.

Am Schluss war es beim denkbar knappen 28:27 (18:13) des TVB gegen das Schlusslicht SG H2Ku Herrenberg wie in Goethes „Erlkönig“: „"Erreicht den Hof mit Müh und Not.“"
Beim Abpfiff konnte man sich auf Beyeröhder Seite lediglich über die beiden Punkte freuen, die die Wuppertalerinnen  wieder aus der Abstiegszone gehievt hatten. Ansonsten gab es vornehmlich in der zweiten Hälfte wenig Grund zum Jubeln, und vor allem die letzten Minuten als der 28:24 Vorsprung in sich zusammenschmolz und die Gäste bei Angriffen die Torhüterin herausnahmen,  mit sieben Spieleinnen das Spiel beinahe noch drehten, strapazierten das Nervenkostüm der Fans.

Auf den Spielbeginn mussten die knapp 200 Zuschauer in der Buschenburg lange warten,  (Werder  Bremen reiste  wegen einer Vollsperrung auf der A1 eine halbe Stunde zu spät an) , mit den ersten Treffern ging es dagegen sehr flott los, denn schon nach 90 Sekunden stand es 3:3. Und das Torfestival sollte sich fortsetzen, und am Ende hieß es 41:35 (24:15) für den TV Beyeröhde, der mit diesem Sieg gern die Wende in  der bisher unbefriedigenden Saison einläuten möchte.

Auch in der Arena Trier gab es für den TV Beyeröhde nichts zu holen: mit 28:32 (12:17) unterlagen  die Langerfelderinnen und stehen jetzt nach mehr als einem Viertel der Saison auf dem 14. Tabellenplatz und sind damit weiterhin abstiegsgefährdet. Ein Abschneiden, das sich selbst die nicht zu übermäßigem Optimismus neigende Trainerin Meike Neitsch nicht hätte träumen lassen.

Von Erdinc Özcan-Schulz

Wie erwartet war die dritte Runde des DHB-Pokals der Frauen gegen FRISCH AUF Göppingen für den Handballzweitligisten TV Beyeröhde Endstation. Doch die positive Stimmung den TVB-Trainerin Meike Neitsch vor dem Spiel verbreitete, hatte auch nach der 25:32 (14:11)-Niederlage gegen den Tabellenvierten der Bundesliga bestand.

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