Die klare 20:31 Niederlage am vergangenen Samstag beim BSV Sachsen Zwickau war sicherlich nicht dazu angetan, die Stimmung beim abstiegsbedrohten Zweitligisten TVB Wuppertal zu verbessern. Mehr und mehr kommt man dort ins Grübeln und fragt sich, wann nun endlich der Knoten bei den Handballgirls platzt. „Letztlich braucht die Mannschaft einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis – das würde neue Kräfte freisetzen!“ ist man sich im Wuppertaler Osten sicher.

Wenn am kommenden Samstag die Handballgirls des TVB Wuppertal beim bergischen Nachbarn HSV Solingen-Gräfrath antreten, ist dies diesmal kein gewöhnliches Derby. Vielmehr steht momentan beiden Teams das Wasser bis zum Hals, wobei der HSV als Aufsteiger und aktuell Tabellenletzter nicht unerwartet um den Klassenerhalt kämpft.

Es ist nicht nur ein Duell zweier Tabellennachbarn, wenn am kommenden Samstagabend die SG 09 Kirchhof beim TVB Wuppertal in der Langerfelder Buschenburg gastiert. Es ist auch die Auseinandersetzung zweier Teams, die im bisherigen Saisonverlauf die selbst gesteckten Ziele weit verfehlt haben und in Folge dessen zu Jahresbeginn ein Trainerwechsel vollzogen wurde.

50 Minuten lang war der TVB Wuppertal am vergangenen Samstag gegen den SV Union Halle-Neustadt ein ebenbürtiger Gegner – dann ging jedoch den Handballgirls gegen den Spitzenreiter aus Sachsen die Puste aus.

Wenn am kommenden Samstag der TVB Wuppertal auswärts auf den Tabellen-Primus SV Union Halle-Neustadt trifft, ist man geneigt von einer leichten Aufgabe zu sprechen. Die Tabellensituation zeigt, dass der TVB als Zwölfter im Grunde als Außenseiter ohne Druck in der Saalestadt antreten kann.

Gleich am ersten Wochenende des neuen Jahres startet auch der TVB Wuppertal mit einem Heimspiel ins Handballjahr 2020. Der Tabellen-Siebte, der VFL Waiblingen aus Schwaben ist am kommenden Samstag um 18:45 Uhr zu Gast in der Buschenburg. Es ist das drittletzte Spiel der Hinrunde und beim TVB will man mit dem Erfolg des letzten Auswärtsspiels in Freiburg im Rücken, im neuen Jahr endlich auch zu alter Heimstärke zurückfinden. 

Zum letzten Spiel des Jahres muss der TVB Wuppertal am kommenden Samstag bei Aufsteiger HSG Freiburg antreten. Die „Red Sparrows“ aus dem Breisgau haben sich in der bisherigen Saison prima verkauft und liegen punktgleich mit dem TVB, jedoch mit schlechterem Torverhältnis auf Platz 12 der 2.Bundesliga.

Zwar hat sich die Personalsituation beim TVB Wuppertal nicht wesentlich verändert, doch nach Aufarbeitung der letzten Spiele und dem anschließenden klaren Auswärtssieg beim SV Werder Bremen hat man beim Zweitlisten offensichtlich wieder zu alter Stärke zurückgefunden. „Sicher hat noch nicht alles zu 100 Prozent gepasst, aber in Bremen haben wir uns schon deutlich besser als in den letzten Wochen präsentiert!“ meinte TVB-Chef Norbert Koch nach der Partie in der Hansestadt.

TVB-Trainerin Dagmara Kowalska ist nicht zu beneiden. Seit ihrem Amtsantritt im Sommer hat die ehemalige polnische Nationalspielerin mit Unwägbarkeiten im personellen Bereich zu kämpfen. Eine ordentliche Vorbereitung war im Grunde gar nicht möglich und auch im bisherigen Saisonverlauf hat die Wahl-Dortmunderin immer wieder mit neuen Rückschlägen zu kämpfen.

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