Die Saison-Vorbereitung des TVB Wuppertal läuft auf vollen Touren. Während die Mannschaft den Verantwortlichen eine Riesenfreude macht, bereitet die Vorbereitung des traditionellen Turniers „Beyeröhde-Cup“ Kopfschmerzen. Das Turnier ist für den 9. August vorgesehen und soll - wie immer - in der Halle Buschenburg stattfinden. Als Gegner des TVB Wuppertal konnten Vereinschef Norbert Koch und Abteilungsleiter und Chef-Organisator Stefan Müller mit dem Bundesligisten Bayer Leverkusen, den 3. Ligisten TV Aldekerk, der freiwillig auf den sportlich geschafften Aufstieg verzichtete, und dem belgischen Erstligisten St. Truiden ein starkes Teilnehmerfeld verpflichten.

Allerdings sind die Corona-Schutzmaßnahmen, auch wenn diese vom Land NRW Anfang der Woche weiter gelockert wurden, die größte Herausforderung. Die ehrenamtlichen Helfer der Handballgirls haben einige organisatorische Aufgaben vor der Brust.

„Das Turnier ist für uns und das Umfeld, aber auch für die jungen Spielerinnen, sportlich wie auch traditionell sehr wichtig“, sagt Koch. Denn gerade für die jungen Spielerinnen sei ein Kräftemessen mit Erstligisten wie den Handball-Elfen aus Leverkusen sehr motivierend. Auch die Partie gegen die Belgierinnen, die nun mal einen anderen Handball spielten, sei ja nicht alltäglich.

„Wir planen immer auf Sicht. Durch die neuen Corona-Lockerungen haben wir wieder eine neue Situation. Wir stehen im guten Austausch mit dem Sportamt“, sagt Koch, der mit der Verwaltung noch absprechen müsse, wie der Verein mit Vorgaben umgehen kann und darf. Laut der Verordnung dürfen seit dem vergangenen Montag auch in geschlossenen Räumen 30 Personen Kontaktsport betreiben. Zudem dürfen 300 Zuschauer, wenn diese sich vier Wochen rückverfolgbar registrieren lassen, auf der Tribüne Platz nehmen. Neben dem Spielfeld müssen die Bänke wohl etwas umgestellt werden, damit die Abstandsregelung eingehalten werden kann.

Die größten Probleme dürften wohl die Hygienevorschriften in den Kabinen bereiten. Denn nach dem aktuellen Stand darf in den Wuppertaler Sportstätten nach dem Sport nicht geduscht werden. Auch die Lüftung der Halle kann je nach Wetterlage problematisch sein. „Das sind Themen, an denen wir aktuell arbeiten“, sagt Koch. „Natürlich freue ich mich, wenn so ein traditionelles Turnier stattfinden kann“, sagt Werner Kanetzky, der zwei Herzen in seiner Brust trägt. Als Handballkreis-Vorsitzender wünscht er dem Verein Erfolg. Als Sportamt-Mitarbeiter hat er an der einen oder anderen Stelle Bedenken. „Vielleicht kann man ja ein Wochenturnier austragen, bei dem man an jedem Tag gegen einen anderen Gegner spielt“, sagt er und erinnnert sich als Schiedsrichter an ein früheres Turnier in Remscheid. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass bis dahin weitere Lockerungen eintreten. Dass es, wenn es denn stattfindet, sicherlich ein tolles Turnier wird, darin sind sich alle Beteiligten einig.

Erdinc Özcan Schulz (Westdeutsche Zeitung)

 

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