Handball-Turnier mit Erstligist Leverkusen war vor 100 Zuschauern in der Buschenburg gelungen. Die neu formierten Gastgeberinnen des TVB Wuppertal zeigten bereits die Handschrift ihres Trainers.

Rundum zufrieden war der Sportliche Leiter Stefan Müller am Sonntag mit dem Auftritt der Beyeröhder Handball-Girls beim Beyeröhde-Cup in der Sporthalle Buschenburg. Lob für den Zweitligisten TVB Wuppertal gab es auch vom Stargast - dem Erstligisten Bayer Leverkusen - für die hervorragende Ausrichtung des Turniers unter Corona-Schutzbedingungen.

Die Mannschaft von Trainer Michael Biegler wurde sportlich Ihrer Favoritenrolle gerecht, gewann alle drei Spiele und erzielte dabei respektable 78 Tore. Ebenso respektabel, dass die Gastgeberinnen „nur“ 18 davon kassierten. „Vorne hätten wir sogar noch ein paar Tore mehr werfen können als die elf“, sagte Müller und sprach von einem sehr ordentlichen Auftritt gegen den großen Favoriten. Dem guten Torverhältnis - nicht zuletzt aus dieser Partie - hatten es die Gastgeberinnen dann auch zu verdanken, dass sie in der Endabrechnung Platz zwei belegten, vor dem Drittliga-Meister TV Aldekerk (hatte auf den Zweitliga-Aufstieg verzichtet) und dem niederländischen Erstligisten V+L Geleen. Alle drei Mannschaften hatten am Ende ein Spiel gewonnen und zwei verloren.

 Neuzugang Hanna Wagner war kaum zu stoppen und verdiente sich Bestnoten (Foto: Carsten Schönberger)

Für die Wuppertalerinnen war es ganz stark losgegangen, wie auch Trainer Dominik Schlechter fand. Der Auftritt gegen Geleen war beim 29:13 blitzsauber. Die mit vielen Neuzugängen gespickten Gastgeberinnen konnten schon einige Vorgaben ihres Trainers erfüllen. Viele Treffer fielen über die erste und zweite Welle. Tempohandball mit leichten Treffern nach Ballgewinnen ist das, was Schlechter fordert. Einige dieser Ballgewinne gelangen Kreisläuferin Hanna Wagner, die auf der vorgezogenen Position in der 3-2-1 Abwehr agierte, die die Mannschaft bereits recht gut spielte. Wagner die aus der Dritten Liga kommt, bekam für ihren unermüdlichen Einsatz auch am gegnerischen Kreis ein Sonderlob ihres Trainers. Leonie Schmitz kommt sogar aus der Oberliga, wird sich auf Zweitliga-Niveau erst zurechtfinden müssen. Schmitz, so Müller, habe aber gezeigt, welch Zug zum Tor sie aus dem Rückraum entwickeln kann, wo dem TVB die klassischen Shooter fehlen. Gute Ansätze und ihr gutes Auge habe auch die Slowenin Nika Matvs gezeigt, selbst wenn fünf Wochen vor dem Meisterschaftsstart gegen Gräfrath naturgemäß noch nicht alles geklappt habe. Schließlich war es der erste handballerische Test gewesen, dem in den nächsten Wochen weitere folgen sollen. Im letzten Spiel gegen Aldekerk fehlten den Handball-Girls dann mit ihrer kraftraubenden Spielweise nach zuvor schon 80 Minuten etwas die Körner.

 

Als sehr erfreulich bezeichnete Stefan Müller auch den Besuch in der Buschenburg. So sei die Halle durchweg mit den nur erlaubten 100 Zuschauern gefüllt gewesen. Die Ergebnisse des Beyeröhde-Cups (Spielzeit war je 2 x 20 Minuten):

 

Aldekerk - Leverkusen 15:28

TVB Wuppertal - Geleen 29:13

Geleen - Aldekerk 20:18

Leverkusen - TVB Wuppertal 18:11

Geleen - Leverkusen 12:32

TVB Wuppertal - Aldekerk 22:26.

 

Quelle: Westdeutsche Zeitung

 

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