Mit 27:22 (11:11) besiegen die Handballgirls den HC Rödertal und verlassen damit die Abstiegsränge der 2.Bundesliga. Es war ein hartes Stück Arbeit für das Team von Dominik Schlechter, denn die Rödertalbienen aus Sachsen agierten von Beginn an selbstbewusst und mutig. Vor allem aber, die von Gästecoach Carsten Schneider verordnete kurze Deckung gegen TVB-Regisseurin Ramona Ruthenbeck, machte den Gastgeberinnen sichtbar zu schaffen.

Die daraus resultierende Unsicherheit führte wiederholt zu Ballverlusten, die der HC Rödertal nutzte, um in Führung zu gehen. Immer wieder waren die Gäste vor allem über die Außenpositionen erfolgreich, oder setzten ihre großgewachsene Kreisspielerin in Szene. Nach gut 20 Spielminuten stand es 9:5 für die Bienen – zuvor hatte TVB-Coach Schlechter bereits nach 9 Minuten die erste Auszeit genommen, die zunächst jedoch ohne Wirkung blieb.  Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs gewannen die Handballgirls etwas mehr an Sicherheit. Die nun eingewechselte junge Leonie Schmitz verstärkte in dieser Phase zudem mit Ihren mutigen 1:1 Aktionen zusehends die TVB-Offensive, so dass mit ihrem Treffer zum 11:11 der TVB zur Pause gleichziehen konnte. Gut auch, dass Torfrau Dana Centini erneut einen Sahne-Tag erwischt hatte und mit Ihren Paraden so manches „Bienen-Tor“ verhindern konnte.

Nach dem Seitenwechsel ging der TVB durch ein Tor der starken Ann-Lena Bergmann erstmals überhaupt in dieser Partie in Führung. Die Gäste zogen in der Folge ein letztes Mal zum 13:13 (38.Min.) gleich – danach bestimmten die Handballgirls das Geschehen. Die Beyeröhder Defensive stand nun sicher und mit hohem Tempo wurde auch der Abwehrriegel der Gäste immer wieder erfolgreich geknackt. Im Positionsangriff setzte Dominik Schlechter nun Zoe Stens, die Recklinghäuser „Leihgabe“ auf die Mitte – eine Maßnahme, die zudem für Sicherheit sorgte, denn die gelernte Kreisspielerin zeigte durchaus Spielmacherqualitäten und setzte ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene, oder suchte selbst den Weg zum Torabschluss. Der HCR setzte in den Schlussminuten noch auf eine offene Manndeckung, die jedoch nichts einbrachte, sodass die Handballgirls die Gäste am Ende klar auf Distanz halten konnten.

Dominik Schlechter zur Leistung der Handballgirls: „Kein gutes Handballspiel von uns über 60 Minuten, aber vom kämpferischen Einsatz und der Mentalität eine riesige Leistung, die die Mädels gebracht haben. Das war die passende Reaktion auf die Leistung der vergangenen Woche! Besonders gefreut hat mich, dass man gestern auch gesehen hat, wie wichtig unsere jungen Mädels für uns sind. Leonie hat in der ersten Halbzeit mit ihrem Auftreten für viel Energie gesorgt, Insa hat ihre Sache toll gemacht und Zoe hat auf Rückraum Mitte und in der Abwehr bärenstark gespielt!“

 

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