Mit einem respektablen Auftritt bei der 24:27 (13:14)-Niederlage beim Liga-Favoriten VfL Waiblingen haben die Handballerinnen des TVB Wuppertal am Samstagabend gezeigt, dass sie weit davon entfernt sind, sich frühzeitig abzuschreiben. Der Spitzenreiter der  2.Bundesliga  tat gegen den Vorletzten vielleicht nicht mehr als nötig, dennoch spricht es für die Moral der Mannschaft von Dominik Schlechter, dass sie die Gastgeberinnen nicht in Spiellaune kommen ließ.

Zehn Minuten brauchten die Wuppertaler Handballgirls, die auf Nika Matavs, Hannah Wagner und Anna-Lena Bergmann verzichten mussten, um den Respekt abzulegen. „Tatsächlich müssen wir über die Anfangsphase reden, wie wir mit einem Sieg im Rücken so in eine Partie reingehen können“, sagte Dominik Schlechter, der bei seiner Mannschaft in dieser Phase Emotionen und Körpersprache vermisste. Erst nach dem 1:5  und einer Auszeit von Schlechter kam der TVB langsam auf Touren und schaffte es, nach dem Ausgleichstreffer von Leonie Schmitz zum 11:11 (21.) durch Lea Flohr beim 12:11 (23.) das Spiel auf den Kopf zu stellen. Die Gäste hatten alle Chancen,  mit einer Führung auch in die Halbzeit zu gehen, gerieten aber stattdessen noch mit  13:14 in Rückstand.

 Lea Flohr zeigte in Waiblingen einen beherzten Auftritt und erzielte 5 Treffer (Foto: Carsten Schönberger)

Auch den zweiten Durchgang begannen die Wuppertalerinnen mit einem 1:5-Negativlauf, stabilisierten sich danach wieder, ohne den Favoriten freilich noch in Gefahr bringen zu können. „Natürlich sind wir uns im Nachgang alle einig, dass heute mehr drin gewesen wäre. Anderseits hatten viele auch schon dieses Ergebnis erwartet“, sagte TVB-Chef Norbert Koch. Am kommenden Samstag empfängt der TVB den MTV Heide in der Buschenburg und hofft mit dieser Leistung die nächsten Punkte einfahren zu können.

(Erdinc Özcan-Schulz/Westdeutsche Zeitung)

 

 

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