Mit dem 30:26 (14:14)-Sieg gegen den MTV Heide feierten die Handballerinnen des TVB Wuppertal den fünften Sieg in dieser Zweitliga-Saison. Gegen die Gäste aus dem Norden wurde Bernadett Steller zu dem erhofften Rückhalt.

Während man der Vertreterin der erkrankten Dana Centini vor einer Woche gegen Bremen die lange Spielpause noch angemerkt hatte, zeigte die 37-jährige Torhüterin gegen Heide, zu welchen Leistungen sie – trotz ihres lädierten Knies - immer noch fähig ist. Gegen die sich nicht aufgebenden Gäste behielt die Mannschaft von Neutrainerin Niki Münch zum Ende des Spiels kühlen Kopf und ließ sich auch von der offenen „Manndeckung“ des MTV, die schon zu Spielbeginn misslang, nicht aus dem Tritt bringen. Den Grundstein zum Erfolg legten die nach der Verletzung von Mona Bratzke (Kreuzband) und krankheitsbedingten Ausfall von Nele Eckert weiterhin stark dezimierten Handballgirls in den beiden Anfangsphasen der jeweiligen Halbzeiten.

Klasse-Partie gegen Heide: Bernadett Steller (Foto: Frank Eckhoff)

Nach einer 6:2 (7.) und 10:5-Führung (15.) verfielen die Wuppertalerinnen allerdings zunächst in alte Muster. Mit überhasteten Abschlüssen und technischen Fehlern ging die gerade gewonnen zu scheinende Sicherheit verloren. Statt einer klaren und sehr wohl verdienten Führung ging es nur mit einem ernüchternden 14:14-Unentschieden in die Pausenbesprechung. „Wir haben gesagt, dass wir einfach unser Ding spielen und einfach Spaß haben wollen, völlig egal, welches Ergebnis am Ende herauskommt“, sagte Steller, zu der Vorgehensweise ihrer Mannschaft. Die Torhüterin ging mit vollem Tatendrang voran und entschärfte neben drei Strafwürfen auch mehrere Hundertprozentige der Norddeutschen Handballerinnen. Beim 27:21 (54.) schien die Messe zugunsten des TBV gelesen zu sein. Daher war es kaum zu verstehen, warum die Begegnung beim 28:25 (57.) noch zu kippen drohte. Beim Unterzahlspiel hatten die Gastgeberinnen Glück, dass die gut aufgelegte Anna-Lena Bergmann nicht auch noch ihre dritte Hinausstellung bekam und noch in Bedrängnis geriet. „Ich freue mich für die Mannschaft, die sich für ihre Arbeit unter der Woche belohnt hat“, sagte TVB-Trainerin Münch, die trotz aller Euphorie einiges gesehen hat, an dem sie mit ihrem Team arbeiten möchte.

(Erdinc Özcan-Schulz/Westdeutsche Zeitung)

 

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