Wuppertal. Als Marieke Köhler am vergangen Samstag lange am Boden liegen blieb, da ahnten alle: Es muss schon etwas Schlimmes sein.

„Ein ganz heißes Spiel“ erwarten Beyeröhdes neue Trainerin Sabine Nückel und ihre Spielerinnen am Samstag, wenn der alte und derzeit einzige  West-Rivale, der Aufsteiger TuS Lintfort, in der Buschenburg (18.45 Uhr) zu Gast ist. Lintfort hatte lange in der Abstiegszone herum gekrebst, diese aber mit zuletzt drei Siegen in Folge am Wochenende verlassen und kommt nun mit jeder Menge Selbstbewusstsein nach Langerfeld.

Genau 35 Minuten zogen sich die Mannschaft des TV Beyeröhde, der Vorsitzende Norbert Koch und Abteilungsleiter Stefan Müller am Dienstag vor dem Training zurück, um die neue Situation (Trainerin Meike Neitsch hatte, nach dem ihr am 22. Dezember in ihrem Haus erklärt worden war, dass ihre Trainertätigkeit am Saisonende beim TVB nicht fortgesetzt würde, ihren sofortigen Rücktritt erklärt) zu besprechen. Der Mannschaft wurde mitgeteilt, dass die Kreisläuferin Sabine Nückel (31) mit sofortiger Wirkung bis zum Saisonende das Training verantwortlich leiten und auch schon am Samstag beim Heimspiel (18:45 Uhr) gegen den Tabellen-Fünften FSG Mainz 05/ Budenheim auf der Bank sitzen werde. Diskussionen habe es, so Stefan Müller, während der recht langen Besprechung nicht gegeben.

Dass der TV Beyeröhde erst am Sonntag um 16 Uhr in Nordlandhalle in Buchholz gegen die SGH Rosengarten-Buchholz antreten muss, ist angesichts der langen Rückfahrt aus Deutschlands Norden natürlich für Spielerinnen und Anhang eine ärgerliche Belastung. Doch die gute Nachricht ist, dass ein Sponsor dem Zweitligisten aus Langerfeld eine Hotelübernachtung von Samstag auf Sonntag ermöglicht, was das Ganze etwas weniger stressig macht, kann man doch schon am Samstag in Ruhe anreisen.

Dass aller guten Dinge drei sind, hoffen Spielerinnen, Trainerin und Umfeld des Frauen-Zweitligisten TV Beyeröhde. Am Samstag um 18:45 Uhr in der Buschenburg bestreiten die Handballerinnen nämlich ihr drittes Heimspiel, das letzte des Jahres 2016, in Folge und hoffen dabei auch auf den dritten Sieg hintereinander. Allerdings kommen mit den Kurpfalz Bären (früher Ketsch) Gegnerinnen, die am vergangenen Samstag den BSV Sachsen Zwickau komfortabel 33:25 geschlagen hatten und deshalb mit frischem Selbstbewusstsein nach Langerfeld auftreten werden.

Die schlechte Nachricht vorweg: Nachdem die Kurpfalz Bären am letzten Wochenende im vorgezogenenSpiel gegen Werder Bremen gewonnen haben, sind sie auf acht Pluspunkte gekommen und haben den TV Beyeröhde (6:12 Punkte) wieder auf einen Abstiegsplatz gedrängt. Allerdings ist anzumerken, dass der TVB zwei Spiele weniger hat als die Kurpfalz Bären und die Abstiegszone am Samstag wieder verlassen könnte. Dazu ist allerdings ein Heimsieg gegen die SG H2Ku Herrenberg nötig (Samstag 18:45 Uhr, Sporthalle Langerfeld). Das Team mit dem komplizierten Namen ist derzeit Schlusslicht, steht  aber mit 4:14 Zählern nur zwei Punkte schlechter da als der TVBeyeröhde.

Das Spiel gegen Werder Bremen am Samstag um 18:45 Uhr in der Sporthalle Buschenburg soll als Auftakt einer dreiteiligen Heimserie (möglichst) die Wende für den TV Beyeröhde bringen. Mit 4:12 Punkten aus den bisherigen acht Spielen und dem drittletzten Platz in der Tabelle der 2. Bundesliga hinkt man erheblich hinter den selbst gestellten Ansprüchen hinterher. Und das, obwohl es bei drei Neuzugängen lediglich einen Abgang gegeben hat. Und der, nämlich Deckungs- und Gegenstoß-Spezialistin Laura Sosnierz, ist wegen der Verletztenmisere wieder zum Team gestoßen.

Nach dem vor allem im ersten Durchgang, als man nämlich mit 14:11 in die Pause ging, vorzüglichen Pokalspiel gegen den Bundesligisten Frischauf Göppingen (am Ende jedoch 25:32 verloren), wartet für den TV Beyeröhde nun wieder der Liga-Alltag. Und zwar mit einem Spiel beim Tabellenvierten DJK/ MJC Trier, der in diesem Jahr eine erheblich bessere Rolle spielt als in der letzten Saison, wo es nur dem Verzicht anderer Vereine zu verdanken war, dass man nicht in der dritten Liga landete.

Auswärts in Halle gewonnen, daheim gegen Spitzenreiter Bensheim nur knapp unterlegen und am vergangenen Samstag im DHB-Pokal gegen Erstligist Göppingen lange Zeit auf Augenhöhe – die Formkurve des TV Beyeröhde zeigt eindeutig nach oben.

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